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Die Erfindung der Feuerzeuge und der Phosphor

  • F. Reuleaux
Chapter
Part of the Das Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien book series (BEGI, volume 4)

Zusammenfassung

Nehmt das Feuer von der Erde, und die Menschheit wird wieder eine hilflose, schwerfällige, unglückliche Masse. Diese Erkenntnis beugt dem Feueranbeter die Kniee, sie unterhielt im Altertume den Dienst der vestalischen Jungfrauen und bewahrt noch heute die heilige Lampe vor dem Verlöschen. Das Phosphorzündholz müßten wir mit der größten Achtung behandeln. Wie ratlos kommen wir uns vor, wenn wir des Nachts das Büchschen mit Streichhölzchen nicht finden können, und wie übermütig behandeln wir die unscheinbaren Dinger, wenn wir in ihrem Besitze sind. Das ist das Los jeder Erfindung, die mehr als einen überflüssigen Luxus befriedigt. Bei dem Eisen bedankt man sich nicht für die Sense, und bei dem Brote denkt man nicht des Pfluges. Wenn die Alten in der Prometheussage das Feuer als göttlichen Ursprungs und als alleiniges Eigentum des Zeus schildern, dem es durch List entwendet werden mußte, so zeigen sie sich dankbarer als wir, denn sie zollten in Prometheus jedenfalls dem Erfinder der Kunst, Feuer anzumachen, ihre Verehrung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1886

Authors and Affiliations

  • F. Reuleaux

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