Advertisement

Zusammenfassung

Bei der geringen Ausdehnung der füßen Gewässer im Vergleich mit dem Meere stellt sich immer mehr die Notwendigkeit heraus, bei der Befischung derselben weniger auf Verbesserung der Fangmethoden zu sehen, als vielmehr die Seen, Teiche, Flüsse und Bäche in ähnlicher Weise, wie das Ackerland, die Weiden und Forsten, regelrecht zu bewirtschaften, wenn man aus ihnen den vollen Ertrag an Fischfleisch ziehen will den sie zu liefern im stande sind. Den Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung hat eigentlich die schon seit Iahrhunderten betriebene Zucht des Karpfens, die rationelle Teichwirtscsaft, bereits geliefert, und es handelt sich im wesentlichen jeút nur darum, die allgemeinen bei der Karpfenzucht befolgten Grundsäße auch auf die Zucht andrer wertvoller Fische zu übertragen. Die enorme Produktionskraft eines richtig bewirtschafteten Gewässers mag man daraus entnehmen, daß nach einer Berechnung von Hensen 1 ha Karpfenteich in Preußen jährlich 76,5 kg Fischfleisch liefert, 1 ha Feld dagegen, wenn man den Ertrag an Getreide und Früchten nach einem bestimmten Saúe in Fleischertrag umrechnet, nur wenig mehr, nämlich 83,5 kg Fleisch jährlich produzieren kann.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1885

Authors and Affiliations

  • F. Reuseaux

There are no affiliations available

Personalised recommendations