Advertisement

Ueber die Bewegungen der Fundamentalpunkte von Thermometern

  • H. F. Wiebe

Zusammenfassung

Bei Gelegenheit der Untersuchung von Normalthermometern sind zahlreiche Bestimmungen der Fundamentalpunkte der Instrumente gemacht worden, welche in Verbindung mit früheren und einigen späteren ergänzenden Versuchen an diesen und mehreren anderen Instrumenten einen Beitrag zu der Entscheidung der Frage hinsichtlich der Konstanz des Fundamentalabstandes von Thermometern liefern möchten. Wenn man ein Thermometer sehr hohen Temperaturen aussetzt, so wird — worauf zuerst Crafts1) aufmerksam gemacht hat, der Ausdehnungskoëfficient des Glases verkleinert und dadurch eine Vergröfserung des Fundamentalabstandes bedingt. Dieses Resultat habe ich durch eine gröfsere Versuchsreihe über die Wirkung hoher Temperaturen auf Thermometer bestätigt gefunden und werde in dem zweiten Theile dieser Mittheilung näher darauf zurückkommen. So unzweifelhaft nun einerseits die Veränderung des Fundamentalabstandes durch starke Erhitzung dargethan ist, so wenig ist andererseits erwiesen, dafs Temperaturen, die 100° nicht überschreiten, etwas Aehnliches bewirken. Vielmehr scheinen alle darüber angestellten Versuche darauf zu deuten, dafs für diesen Fall der Fundamentalabstand innerhalb der möglichen Beobachtungsfehler auch für eine ziemlich verschiedene Lage des fundamentalen Eispunkts konstant bleibt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1).
    Crafts, Comptes rendus XCI, p. 413.Google Scholar
  2. 1).
    Report of the 23 Meeting of the British Association for the Advancement of Science 1853. II, p. 35.Google Scholar
  3. 2).
    Carl’s Repertorium der Experimentalphysik Bd. XI, S. 270.Google Scholar
  4. 3).
    Pogg. Ann. Bd. CXXYIII, S. 1.Google Scholar
  5. 4).
    Eine kurze Mittheilung darüber findet sich in den Chem. Ber. Bd. X, p. 472 ff.Google Scholar
  6. 1).
    In der Beilage ist dafür die Abkürzung H. N. Th. gebraucht.Google Scholar
  7. 2).
    Die Instrumente gingen erst kurze Zeit vor der ersten Eispunktsbestimmung in den Besitz der Kommission über.Google Scholar
  8. 1).
    Carl’s Repertorium Bd. XI, S. 257.Google Scholar
  9. 2).
    Ueber die Grenzen der Gültigkeit des yon Pernet aufgestellten Gesetzes siehe in der vorhergehenden Arbeit von Herrn Dr. Thiesen S. 22 ff.Google Scholar
  10. 3).
    Comptes rendus T. XCI, p. 291.Google Scholar
  11. 4).
    Comptes rendus T. XIX, p. 1314.Google Scholar
  12. 5).
    London Philosophical Magazine vol. VI, july 1878.Google Scholar
  13. 1).
    Die von Pernet (Travaux et mémoires du bureau international des poids et mesures tome 1, p. B. 15) angegebene Methode mit ganz eintauchender Skale dürfte wohl noch zweckentsprechender sein.Google Scholar
  14. 1).
    Vor diesen Beobachtungen war das Thermometer durch einen Unfall einige Zeit der direkten Flamme ausgesetzt gewesen.Google Scholar
  15. 1).
    Siehe in dieser Publikation S. 2 der Abhandlung von Herrn Dr. Thiesen.Google Scholar
  16. 1).
    Comptes rendus T. XCI, p. 370. 2) Comptes rendus T. XCI, p. 400.Google Scholar
  17. 1).
    Chemische Berichte 1881, Bd. 14, S. 6.Google Scholar
  18. 1).
    Elasticity and Heat being articles contributed to the Encyclopaedia Britannica pag. 36.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1881

Authors and Affiliations

  • H. F. Wiebe

There are no affiliations available

Personalised recommendations