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Über den Einfluss der Schneide auf die Schwingungsdauer des Pendels und der Waage

  • Wilhelm Felgentraeger
Chapter
Part of the Wissenschaftliche Abhandlungen der Kaiserlichen Normal-Aichungs-Kommission book series (WAKN)

Zusammenfassung

Aut fast allen Gebieten der messenden Physik, besonders auch in ihren Anwendungen auf Astronomie, Geodäsie und Chemie macht man von einer Vorrichtung Gebrauch, deren wesentlicher Theil aus einem starren, um eine feste Achse drehbaren Körper besteht. Die Lage, welche der Körper unter der Einwirkung verschiedener Kräfte einnimmt, sowie die Dauer der Schwingungen um die Ruhelage geben beim geodätischen Pendel, der Drehwaage, Waage, dem Galvanometer und Magnetometer Aufschluss über Betrag und Richtung der Kräfte. Sind letztere konstant, so bietet andererseits das Instrument das beste Mittel mechanischer Zeitmessung (Uhrpendel, Unruhe).

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Referenzen

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  16. 3).
    So selbstverständlich diese Annahme scheint, so darf doch nicht übersehen werden, dass sie nicht ganz allgemein gültig ist. Existirt z. B. ein Reibungswiderstand, der dem Quadrat der Geschwindigkeit proportional ist, so ist das im Folgenden mit C′ 2 bezeichnete Glied positiv oder negativ je nach der Richtung in der das Pendel schwingt. Die Funktion besitzt also Diskontinuitäten.Google Scholar
  17. 1).
    „g“ wurde statt des gebräuchlicheren Symboles „y“ gewählt, um Verwechselungen mit der Abkürzung für Gramm zu vermeiden.Google Scholar
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    Für die folgenden in Charlottenburg im Dienstgebäude der Normal-Aichungs-Kommission angestellten Versuche habe ich den von Helmert (1. c. p. 55) für Potsdam gefundenen Werth g = 981,3 benutzt.Google Scholar
  19. 1).
    Die sämmtlichen Versuchsresultate sind am Schlüsse der Arbeit übersichtlich zusammengestellt, und Versuch No. 1 beispielsweise in extenso mitgetheilt.Google Scholar
  20. 2).
    Nur bei Versuch No. 18 wurde ein Reiter aus Glasfaden (scheinbare Masse 2,137 mg) benutzt.Google Scholar
  21. 3).
    Die Theilungsfehler des Waagebalkens und der Skale waren so klein, dass sie nicht in Betracht kamen.Google Scholar
  22. 4).
    Bei den Versuchen No. 18–20 war die Temperatur geringer, indessen hat das auf die Reduktionsgrössen keinen gegenüber den Beobachtungsfehlern in Betracht kommenden Einfluss gehabt.Google Scholar
  23. 1).
    Mehr Umkehrpunkte wurden nicht gewählt, da es sich zeigte, dass dadurch die Genauigkeit nicht wuchs. Es wird immer besser sein, die Anzahl der selbständigen Bestimmungen von S 1 zu vermehren, als nur die Ablesungen.Google Scholar
  24. 1).
    Die Zeit eines Doppelschlages ist in den Beobachtungspapieren mit 1x = 0,8* bezeichnet.Google Scholar
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    J. Wilsing, 1. c. p. 70.Google Scholar
  26. 2).
    Aehnliche Erfahrungen haben F. Richarz und O. Krigar-Menzel (Bestimmung der Gravitationskonstante). Abhandl. Akademie Berlin 1S98, p. 29 ff. gemacht.Google Scholar
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    l ist in den obigen Versuchen stets grösser als 40 000 cm.Google Scholar
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    Bessel. 1. c. p. 86.Google Scholar
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    Wilsing, 1. c. p. 78.Google Scholar
  33. 1).
    Um zu untersuchen, ob S 1′ etwa mit dem Trägheitsmomente vararen. Es hat sich kein Einfluss gezeigt.Google Scholar
  34. 2).
    Für die Ermittelung der Grösse S 1′ ist es nicht günstig, wenn man die Belastungskörper unnöthig verschiebt, da der Einfluss etwaiger Fehler in den Reduktionsdaten für das statische Moment dann erheblich werden kann.Google Scholar
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    Die Bestimmung* von η′ durch T ist zuerst wohl von Herrn Thiesen vorgeschlagen in: „Zur Theorie der Waage und Wägung“ Z. Instr. K. 2, 1882 p. 358, und weiter entwickelt in den Etudes sur la Balance.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1903

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Felgentraeger

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