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Hautdiphtherie

  • H. Finkelstein
  • E. Galewsky
  • L. Halberstaedter
Chapter

Zusammenfassung

Die Hautdiphtherie entsteht durch Übertragung des Diphtheriebacillus auf intertriginöse, ekzematöse oder aus irgendwelchen Gründen der Epidermis beraubten Haut. Entweder erscheinen die wunden Stellen mit einem zarten, schleierartigen Häutchen überzogen, oder es bilden sich oberflächliche, unregelmäßig begrenzte Geschwüre, die konfluieren können. Der Geschwürsgrund ist mit einem typischen, membranösen, grauen oder grauweißen Belag bedeckt, der fest haftet. Die Umgebung ist häufig ödematös und entzündlich infiltriert, der Rand mitunter leicht unterminiert. Manche Fälle können gangrän- oder selbst nomaähnlich aussehen. In den Membranen ist der Diphtheriebacillus stets nachzuweisen. Bei eintretender Besserung reinigen sich die Stellen verhältnismäßig schnell und heilen bald ab. Die Erkrankung findet sich hauptsächlich an den Stellen, die zu Intertrigo und Ekzem neigen, also vor alien Dingen in der Genital- und Analgegend. Bei Neugeborenen ist zuweilen der Nabel befallen. Diese Diphtherie der Nabelwunde erscheint als derbes oder hartes Infiltrat, das auf der Höhe einen mit Membranen bedeckten Hautdefekt trägt. Das Infiltrat kann unter Umständen handtellergroß werden. Eine Nasen- oder Rachendiphtherie kann dabei vorhanden sein (sekundäre Hautdiphtherie) oder fehlen (primäre Hautdiphtherie).

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • H. Finkelstein
    • 1
  • E. Galewsky
    • 2
  • L. Halberstaedter
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.DresdenDeutschland

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