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Erythrodermia desquamativa (Leiner)

  • H. Finkelstein
  • E. Galewsky
  • L. Halberstaedter
Chapter

Zusammenfassung

Vom Pemphigus und von der Ritterschen Krankheit ist streng zu trennen die von Leiner unter dem Namen Erythrodermia desquamativa beschriebene Erkrankung. Diese besteht in einer leichten Entzündung der Hautdecke, einer starken Abschuppung der Epidermis im Zusammenhang mit Seborrhöe des Kopfes und befällt Kinder von 1–3 Monaten. Die Erkrankung beginnt meist in der Weise, daß sich der Kopf mit starken grauweißen oder gelblich-fettigen Krusten und Schuppen bedeckt. Löst man die Schuppen ab, so erscheint die Haut darunter stark gerötet. Die Kopfbehaarung ist gering, fehlt in der Scheitelgegend oft ganz. Weiterhin wird das Gesicht befallen, am stärksten die Augenbrauen- und Ohrengegend; die Lider schuppen stark, die Lidränder sind verdickt, um die Augenbrauen herum befinden sich dicke, grauweiße Schuppen, die ganze Gesichtshaut ist gerötet, mit kleineren oder größeren Schuppen bedeckt, auch an den Ohren, am Kinn, um die Mundwinkel herum bilden sich schuppige Massen. Die Schuppen sind an den Rändern aufgerollt und lassen sich leicht ablösen. Die Hautveranderungen verbreiten sich koiitinuierlich über den ganzen Körper; dabei ist die Infiltration der Haut gering. Die Erkrankung ist immer mit Darm- oder Ernährungsstörungen vergesellschaftet; die Stühle sind zahlreich, grünlich-schleimig, mit Brocken vermischt oder es besteht Verstopfung. Besonders schwere Fälle sieht man bei Brustkindern, doch kommt dasselbe Bild auch bei künstlich ernährten Kindern vor.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • H. Finkelstein
    • 1
  • E. Galewsky
    • 2
  • L. Halberstaedter
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.DresdenDeutschland

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