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Symmetrische Gangrän (Raynaud)

  • H. Finkelstein
  • E. Galewsky
  • L. Halberstaedter
Chapter

Zusammenfassung

Unter symmetrischer Gangrän versteht man eine in einzelnen Schüben und Anfallen auftretende regionare Ischämie, die symmetrisch ist, auf Zirkulationsstörungen beruht (lokale Asphyxie, regionäre Cyanose) und in hochgradigen Fällen zur Gangrän fiihren kann. Die Erkrankung ist im Kindesalter sehr selten und ergreift gewöhnlich Finger, Hände, Zehen, Füße, Ohren oder Nase. Sie tritt entweder spontan oder im Anschluß an schwere infektiöse Erkrankungen (Typhus, Masern, Scharlach) und naeh Erschöpfungskrankheiten auf. Ihre Ursache ist unbekannt. Die Erkrankung beginnt gewohnlich in der Form von Empfindungsstörungen (lokale Synkope), die mit gelblichen Verfärbungen einhergehen. Diese Verfärbungen vergehen im Anfang, kommen öfter wieder und werden nach einiger Zeit zur dauerndeti lokalen Asphyxie. Allmählich entwickelt sich das letzte Stadium, die Gangrän. Die Erkrankung ist bereits bei zweijährigen Kindern beobachtet worden. Durando Durante hat zwei Fälle mit letalem Ausgang bei luetischen Neugeborenen beobachtet. Rietschel hat bei symmetrischer Gangrän der Ohren Hämoglobinurie gefunden; wahrscheinlich gehört diese Erkrankung aber nicht zur Raynaudschen Erkrankung, sondern zu den Erfrierungen mit nachfolgender Gangrön. Differentialdiagnostisch kommen Sklerodermie und Erfrierungen in Betracht, bei welchen beiden das schubweise Auftreten fehlt.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • H. Finkelstein
    • 1
  • E. Galewsky
    • 2
  • L. Halberstaedter
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.DresdenDeutschland

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