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Urticaria pigmentosa (Sangster)

  • H. Finkelstein
  • E. Galewsky
  • L. Halberstaedter
Chapter

Zusammenfassung

Die Urticaria pigmentosa ist eine von der Urticaria cum pigmentatione streng zu scheidende Erkrankung, welche meistens unmittelbar nach der Geburt oder spätestens im ersten Lebensjahre beginnt; in einzelnen Fällen ist sogar intrauteriner Beginn beschrieben worden. Sie erzeugt lebhaft rote urticarielle Herde von rundlicher, manchmal unregelmäßiger Form, die bald braunrot bis sepiabraun oder gelblich-braun werden, lange Zeit bestehen bleiben und der Haut ein eigenartiges geschecktes oder getigertes Aussehen verleihen. Manchmal erscheinen die Efflorescenzen als braune, quaddelartige Erhebungen, die beetartig oder auch strichförmig angeordnet einen leicht geschwulstartigen Charakter zeigen. Die Herde sitzen am Rumpf, Kopf, Extremitäten und Gesicht. Ein Teil der Kinder zeigt das Symptom der Urticaria factitia und auch sonst Neigung zu erythematösen und urticariellen Erscheinungen. Auch wenn von rein urticariellen Efflorescenzen zur Zeit nichts zu sehen ist, kann man durch Reiben ein typisches, quaddelartiges Hervortreten der pigmentierten Herde anregen. Die Erkrankung ist verhältnismäßig selten. Die Eruptionen können sich namentlich im ersten Jahre häufig wiederholen; gegen das 20. Jahr hören sie allmählich auf, nur selten gehen sie bis ins dritte Dezennium hinüber, können aber auch erst beim Erwachsenen auftreten. Als Komplikation wurde Asthma beobachtet; in der Regel ist das Allgemeinbefinden und das Gedeihen völlig ungestört.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • H. Finkelstein
    • 1
  • E. Galewsky
    • 2
  • L. Halberstaedter
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.DresdenDeutschland

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