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Gang der Berechnung am Tragwerk mit nur geradlinigen Stäben

  • Ernst Suter

Zusammenfassung

Die Unverschiebbarkeit der Knotenpunkte eines Tragwerks kann entweder durch ein zur Konstruktion gehöriges festes Auflager am Balken, z. B. am einstöckigen Tragwerk der Fig. 43 bei E, bzw. an jedem Stockwerkbalken, z. B. am mehrstöckigen Tragwerk der Fig. 44 bei C und F, oder durch gedachte Lager an den Balken (vgl. Fig. 45 und 46) bewirkt werden; für die Berechnung
Fig. 43

Fig. 43

Fig. 44

Fig. 44

Fig. 45

Fig. 45

Fig. 46

Fig. 46

ergibt sich daraus kein Unterschied. Ferner ist die Unterscheidung von ein-und mehrstöckigen Tragwerken, wenn deren Knotenpunkte von Haus aus unverschiebbar sind, überflüssig; denn die Berechnung gestaltet sich bei beiden genau gleich. Die Unterscheidung braucht erst gemacht zu werden bei der Bestimmung der sog. Festhaltungskraft, welche in dem festen Balkenauflager des einstöckigen bzw. in dem festen Auflager an jedem Stockwerkbalken des mehrstöckigen Tragwerks auftritt und eine Verschiebung der Knotenpunkte verhindert (siehe Kap. VII); denn an einem Tragwerk treten ebenso viele Festhaltungskräfte auf, als dasselbe Stockwerke besitzt. Bei einem Tragwerk mit von Haus aus unverschiebbaren Knotenpunkten benötigen wir die Festhaltungskraft (am einstöckigen) bzw. Festhaltungskräfte (am mehrstöckigen Tragwerk) zur Berechnung der Verankerung der Konstruktion in dem die Unverschiebbarkeit der Knotenpunkte bewirkenden Lager (am einstöckigen) bzw. Lagern (am mehrstöckigen Tragwerk); bei einem Tragwerk mit von Haus aus verschiebbaren, jedoch zur Berechnung desselben vorübergehend durch gedachte Lager unverschiebbar gemachten Knotenpunkten dagegen benötigen wir die Festhaltungskraft (am einstöckigen) bzw. Festhaltungskräfte (am mehrstöckigen Tragwerk) zur Berechnung der Zusatzmomente, welche zu den Momenten für den vorübergehend festgehaltenen Zustand zu addieren sind, um die genau richtigen Momente am Tragwerk mit verschiebbaren Knotenpunkten zu erhalten (siehe Teil II, Kap. I).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

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  • Ernst Suter

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