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Das Reichsland im Nahegau

  • Wilhelm Fabricius
Chapter
Part of the Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz book series (EGAR)

Zusammenfassung

Zur Zeit Ludwigs des Deutschen bestanden Königshöfe in Ingelheim, Kreuznach, Lautern und Nierstein, zu denen mehr oder weniger ausgedehnte, geschlossene Herrschaftsgebiete gehörten, die wenigstens teilweise innerhalb der Grenzen des Nahegaus gelegen waren. Dazu kommen später noch Gau-Odernheim, die Reichslehen Argenthal und Sohren, das Gericht Külz und Niederchumbd. Alle diese Besitzungen wurden nach und nach dem Reiche entfremdet und kamen als Schenkungen oder Pfandschaften dauernd in die Hände von Reichsfürsten oder Grafen.

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Literatur

  1. 1.
    Siehe S. 243–247.Google Scholar
  2. 2.
    Einwohner 1786: 3086 1885: 8359; Wohnhäuser 1786: 604, 1885: 1400; Fläche 1885: 3202 ha; Ackerland 1786: 1865 ha. 1885: 2273 ha; Wiesen 1786: 235 ha, 1885: 62 ha; Weinberge 1786: 211 ha, 1885: 443 ha; Wald 1785: 255 ha (Oppenheimer Wald, jenseits des Rheins: 205 ha), 1885: 87 ha.Google Scholar
  3. 3.
    S. 242–247.Google Scholar
  4. 4.
    Nach der Urkunde des Bischofs Teotelach von Worms vom 10. Febr. 891 hatte das Stift Neuhausen bei Worms einen Herrenhof mit einer Hütte (Eisenhütte) in pago Wormatiensi et Nachogovve et in comi- tatu Werinharii comitis in viila Ingelesheim, den es gegen das Dorf und die Mark Vunnivvillari an den Grafen Erminfrid und Adelgunde zu Lehen gab. Ingelheim wird damals noch zum Wormsgau zu zählen sein. Wenn das Gut im Worms- und Nahegau liegen soll, die beide unter dem Grafen Werner standen, so muss zu dem Herrenhof ein Stück Land im Ingelheimer Waldgebiet gehört haben. Nun besass das Stift Neuhausen in späterer Zeit das unmittelbar am Ingelheimer Wald gelegene Dorf Warmsroth, das Ende des 14. Jahrhunderts dem Werner von Lewenstein verliehen war. Der Name Warmsroth scheint Wormser Rodung’ zu bedeuten. In dem Kirchengebiet von Warmsroth liegt die Reichsburg’ Stromberg, und in der Stromberger Gemarkung heisst eine Stelle „die alte Hütte“. Auch die Rheinböller Hütte liegt am Ingelheimer Wald. Auf diese uralten Zusammenhänge wollte ich hinweisen, ohne behaupten zu wollen, dass das dem Erminfrid verliehene Hüttenwerk nun die „alte Hütte” bei Stromberg gewesen sei. Aber Warmsroth scheint auf diesem früh an Neuhausen gekommenen Stück des Ingelheimer Waldes entstanden zu sein.Google Scholar
  5. 5.
    Westd. Zeitschr. 23 S. 90 f.Google Scholar
  6. 6.
    Westd. Zeitschr. 23 S. 84.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. unten Pfalz, Amt Simmern.Google Scholar
  8. 8.
    S. 115 — Vgl. unten Grafschaft Sponheim, Amt Kirchberg.Google Scholar
  9. 9.
    S. 223 ff. Die jetzige Gemarkung umfasst 51 ha, davon 28 ha Ackerland, 10 ha Wiesen und 5 ha Wald, mit 381 Einwohnern; fällt aber nicht mit dem ehemaligen Burgfriedensbesirk zusammen.Google Scholar
  10. 10.
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  11. 11.
    Haushaltungen 1786: 185, 1885: 617: Fläche 1893: 2884 ha; Ackerland 1786: 987 ha, 1898: 1253 ha: Wiesen 1786: 138 ha, 1893: 170 ha; Wald 1786: 451 ha, 1893: 1328 ha. 1786 ist nur der Gemeindewald angegeben.Google Scholar
  12. 12.
    Haushaltungen 1786: 635, 1885: fast 1000; Fläche 1893: 5975 ha; Ackerland 1786: 3505ha, 1893:3250ha; Wiesen 1786: 725ha, 1893:932 ha; Wald 1786: 946 ha, 1893: 1328 ha.Google Scholar
  13. 13.
    Haushaltungen 1885: 1278; Fläche 1893: 5896 ha; Ackerland 1893: 2857 ha; Wiesen 1893: 1194 ha; Wald 1893: 1527 ha.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Fabricius
    • 1
  1. 1.DarmstadtDeutschland

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