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Die Territorien des Nahegaues

  • Wilhelm Fabricius
Chapter
Part of the Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz book series (EGAR)

Zusammenfassung

Dass in einem Gebiet von so mannigfaltigen wirtschaftlichen Bedingungen sich auch die Entwicklung der herrschaftlichen und staatlichen Verbände sehr verschiedenartig gestaltete, lässt sich von vornherein annehmen. In den früh mit einer zahlreichen Bevölkerung freier Grundbesitzer besiedelten fruchtbaren und weinspendenden Gegenden des „Gaus“ bildeten sich nicht die grossen Latifundien, die für das Waldland charakteristisch sind. Es herrschte hier lange Zeit die allergrösste Zersplitterung der territorialen Verbände, und erst seit der Mitte des 14. Jahrhunderts beginnen die pfälzischen Städte Simmern und Alzey Mittelpunkte für die Bildung grösserer territorial geschlossener Amtsbezirke zu werden. Umgekehrt zerfielen im Westen des Nahegaus die grossen Hochoder Landgerichte der Wildgrafschaft bei Rhaunen und Sien immer mehr, und sanken die Rechte der Nachkommen der alten Gaugrafen aus dem Emichonenhause immer mehr zu von den neuaufkommenden Gewalten der Fürsten einer- und der nach Reichsunmittelbarkeit strebenden Lehensmannen andererseits aufs heftigste bekämpften Ansprüchen herab, obgleich in den Weistümern dieser Landgerichte noch lange die Grenzen der alten Bezirke gewiesen wurden.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Fabricius
    • 1
  1. 1.DarmstadtDeutschland

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