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Grafschaft Veldenz

  • Wilhelm Fabricius
Chapter
Part of the Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz book series (EGAR)

Zusammenfassung

Als sich um 1134 die Grafen von Veldenz von den Grafen von Schmidtburg (Wildgrafen) trennten, übernahmen sie aus dem Hausbesitz der Nahegaugrafen die Vogtei über die Stiftsgüter von St. Remigius bei Reims und des Bistums Verdun und einige Mainzer und Wormser Lehen. Diese Grafenfamilie erlosch im Jahre 1259 mit Gerlach V., der nur eine kleine Tochter, Agnes, hinterliess. Wildgraf Emicho von Kyrburg machte Ansprüche auf das Amt Lichtenberg geltend, musste aber am 23. September 1260 das Erbrecht der jungen Gräfin anerkennen, die sich zwischen 1268 und 1270 mit dem Herrn Heinrich von Geroldseck in der Ortenau vermählte. Wildgraf Emich verzichtete am 29. Juni 1275 auf alle Ansprüche auf die Erbschaft und Wirich von Daun-Oberstein versprach 1277, den neuen Grafen von Veldenz nicht zu belästigen im Besitz der Verduner Lehen bei Baumholder und Wolfersweiler, deren Erwerbung er angestrebt hatte. 1279 erhielt Graf Heinrich I. von Veldenz auch die Belehnung mit den Mainzer Lehen der Veldenzer Grafen. Neben der Grafschaft Veldenz hatten Heinrich I. wie auch sein Sohn Georg I. noch Anteil an der Herrschaft Hohengeroldseck. 1343 errichtete Graf Georg I. eine Erbordnung zwischen seinem Sohne Heinrich II. und dem Sohne seines verstorbenen Sohnes Friedrich, Georg II. In der Grafschaft Veldenz sollte Heinrich folgen, beide Erben zusammen den Veldenzer Anteil an Geroldseck bekommen. Georg erhielt ausserdem die trierische Pfandschaft an der Reichsburg Wolfstein mit dem dazugehörigen Königsland und die Reichspfandschaft Reichenbach und Deinsberg; Burg und Dorf Lauterecken sollen von Heinrich und Georg gemeinsam besessen werden. Das Wittum der Gemahlin des Grafen Georg I. (Burg Landsberg, Höfe zu Meisenheim und Odernheim) solle nach ihrem Tode wieder an den Inhaber der Grafschaft, also an Heinrich II. fallen.

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Literatur

  1. G. C. Crollius, Vorlesung von dem ersten Geschlecht der alten Gra- ven von Veldenz, und dessen gemeinschaftlicher Abstammung mit den älteren Wildgraven von den Graven im Nahegau. Acta Academiae Theo- doro-Palatinae II. Manheim 1772, S. 241 — 305. — Vorlesung von dem zweiten Geschlecht der Grafen von Veldenz aus dem Hause der Herren von Gerodseck in der Ortenau. Daselbst IV. Pars historica. Manheim 1778. S. 272–401.Google Scholar
  2. W. Fabricius, Die Grafschaft Veldenz. Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz 33. Speyer a. Rh. 1913.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Fabricius
    • 1
  1. 1.DarmstadtDeutschland

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