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Abschluß des Vertrags zwischen den Vereinigten Staaten und Japan

  • Friedrich Steger
  • Hermann Wagner
Chapter

Zusammenfassung

Seit einiger Zeit fanden tägliche Unterredungen mit japanischen Unterbeamten statt, welche dieSchisse besuchten, um sich nach den Bedürfnissen der Amerikaner zu erkundigen hörte man erst wieder am 15. März, an welchem Tage ihre Antwort auf Perry’s Anträge eintraf. Seine beiden Forderungen, daß bei Schissbrüchen Hülfe geleistet und anlegenden Fahrzeugen Holz, Wasser und Lebensmittel geliefert warden sollten, wurden ohne weiteres zugestanden. Was aber die Erössnung eines Handels betresse, wie Nordamerika ihn mit Ehina betreibe, so könne davon keine Nede sein. „Die Ansichten und Sitten unserer Landsleute”, hieß es in dem Schreiben, „sind denen anderer Völker ganz ungleich, und die alten Gefetze mit denen anderer Länder sofort zu vertauschen würde ausnehmend schwierig sein. Ueberdies haben die Ehinesen mit westlichen Völkern lange in Verkehr gestanden, während wir in Nagasaki blos mit Holländern und Ehinesen Handel getrieben haben. Es lag uns nichts daran, außer ihnen auch mit andern Völkern Verbindungen zu haben, und dies hat unsern Austausch von Waaren zu einem sehr unbedeutenden gemacht. Segelt nach Nagasaki”, sagte das kaiserliche Schreiben zum Schluß, „und holt Euch Holz, Steinkohlen, Wasser und andere Vedürfnisse. Was eigentliche Waaren betrisst, so ist unfer und Euer Geschmack sehr verschieden, und auch hinsichtlich des Preises weichen die Ansichten so von einander ab, daß wir zuerst gegenseitig Versuche und Prüfungen alstellen müssen, worauf nach fünf Jahren die Dessnung eines zweiten Hafens erfolgen kann.”

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1861

Authors and Affiliations

  • Friedrich Steger
  • Hermann Wagner

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