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Das Gebirgsland Japans

  • Friedrich Steger
  • Hermann Wagner
Chapter

Zusammenfassung

Nach dieser Umschau im Kulturlande und in den Gärten der Japaner treten wir im Geiste eine Wanderung nach den gebirgigen Gegenden des Inselreichs an. Die Wege dorthin sind meistentheils in gutem Zustande. Schon in alten Zeiten, im Jahre 250 unserer Zeitrechnung wurden hier Kunststraßen angelegt. Auch die Nebenwege sind gewöhnlich trefflich erhalten. Nachdem man den Weg geebnet und mit Abzugsgräben für das Wasser an den Seiten versehen hat, bedeck man ihn einige Zoll hoch mit einer Schicht kleiner Steine und zerschlagener Geschiebe und verleiht ihm durch ausgeworfenen Sand, den man feststampft, die nöthige Gleichmäßigkeit und Dauer. In den Gebirgen sind mit großen Anstrengungen Treppenpfade ausgehauen, über die moisten Flüsse auch Brücken aus Cedernholz (Cupressus japonica), Ulmenholz (Ulmus Kejaki) oder Lebensbaumholz (Thuja Hinoki) geschlagen. Die hölzernen Pfeiler haben oft eine steinerne Grundlage erhalten. Eine der längsten und deshalb berühmtesten Brücken ist jene von Dkasaki, die eine Länge von 1200 Fuß hat. Höher droben im Gebirge, wohin der Geschäftsreisende und der Zug der Waarenträger nicht kommt, sind freilich die Wege auch weniger gut. Der Jäger, Holzhauer und fromme Pilger wagt sich auf hängeden Brücken (siehe das beigefügte Tonbild!) über klaffende Schlünde, in deren Tiese Wolken über brausenden Gebirgsbächen schweben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1861

Authors and Affiliations

  • Friedrich Steger
  • Hermann Wagner

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