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Zusammenfassung

Die wirtschaftliche Bedeutung der Linienführung beruht darin, daß von ihr die Reisedauer abhängt; die Reisedauer ist aber der wichtigste unter den Gesichtspunkten, die für die Wahl des Beförderungsmittels im Großstadtverkehr maßgebend sind. Von der richtigen Linienführung hängt demnach die Verkehrsgröße und damit auch die Höhe der Einnahmen einer Stadtbahn in hervorragendem Maße ab.

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Literatur

  1. 20).
    Maßgebend ist die Entfernung der Bahnsteigmitte von dem mathematischen Verkehrsknotenpunkt oder von den diesem zunächst gelegenen Bärgersteigen. Man sollte also danach trachten, daß diese Entfernung in wagerechtem und senkrechtem Sinne gemessen möglichst gering wird.Google Scholar
  2. 21).
    Welche Vergeudung von Nationalvermögen in der unzweckmäßigen Anlage einer Haltestelle liegen kann, zeigt folgende Erwägung: Die Endstation einer Vorortbahn liege in 300 m Entfernung von dem nächsten Verkehrsknotenpunkt und werde im Werktagsverkehr von jährlich 15 Millionen Beißenden benutzt. Dies ergibt einen Mehraufwand an Zeit von 15 . 4 = 60 000 000 Minuten = 1 000 000 Stunden. Das durchschnittliche steuerpflichtige Einkommen in den deutschen Städten betrug im Jahre 1910 2 421 M oder bei 300 . 8 =2 400 Arbeitsstunden im Jahre, rund 1 M für die Stunde. Rechnet man nur bei der Hälfte der Beißenden die verlorene Zeit als Arbeitszeit, so ergibt der jährliche Zeitverlust einen Wert von 500 000 M. Dies entspricht einem Kapital von 500 000 . 25 = 12,5 Millionen Mark. Wenn also die unmittelbare Heranführung der Bahn an den Verkehrsknotenpunkt ein Mehr an Baukosten von 12½ Millionen Mark verursacht hätte, so wäre diese Ausgabe noch wirtschaftlich gewesen.Google Scholar
  3. 22).
    Genau genommen ist das nicht ganz richtig, denn das Einflußgebiet einer Station ist wesentlich auch von der Entfernung der nächsten paraUelen Stadtbahnlinie abhängig. Der Einflußkreis mit dem halben Stationsabstand als Halbmesser mußte aber eingesetzt werden, um die Aufgabe allgemein lösen zu können.Google Scholar
  4. 23).
    Die ausländischen Zahlen sind entnommen aus Troske, Die Pariser Stadtbahn. Berlin 1905.Google Scholar
  5. 24).
    Geyl, Der Umsteigeverkehr bei Straßenbahnen. Osnabrück 1906.Google Scholar
  6. 25).
    Elektrische Kraftbetriebe und Bahnen. 1910. Seite 387.Google Scholar
  7. 27).
    Vgl. Prof. Dr.-Ing. O. Blum, Städtebahnen, Berlin 1909.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • Gustav Schimpff
    • 1
  1. 1.Königlichen Technischen Hochschule zu AachenDeutschland

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