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Samenpflanzen. Sporenpflanzen. Paläontologie. Bernsteinkiefer

  • Herrmann Hager
Chapter
Part of the Erster Unterricht des Pharmaceuten book series (EUP)

Zusammenfassung

Bisher beschäftigten wir uns mit dem Bau und den Organen der Samenpflanzen (spermatophyta) oder der Pflanzen mit sichtbaren Geschlechtswerkzeugen, welche Linné Phanerogamen (Offenehige) nannte und welche in den verschiedenen Pflanzensystemen die Klasse der Phanerophyten, Cotyledonengewächse, Embryonaten, Gefässpflanzen etc. ausfüllen. Den Samenpflanzen stehen die Sporenpflanzen (sporophyta) gegenüber, d. h. Gewächse, welche sich nicht durch Samen, sondern durch Sporen fortpflanzen. Linné konnte an den Sporenpflanzen keine doppelten Geschlechter wahrnehmen, und er nannte sie desshalb Cryptogamen (Verborgenehige). Zu den Sporenpflanzen geboren die Pilze, Algen, Flechten, Moose und Farne. Nach. Linné’s Zeit ergaben die Forschungen der Botaniker, dass an den Moosen und Farnen sich gleichfalls den Geschlechtsorganen entsprechende Organe entwickeln, und sich auch in vielen Fällen bei den übrigen Sporenpflanzen solche Organe annehmen lassen. Damit verlor die Bezeichnung Cryptogamen wesentlich an Werth, und ihre Einschränkung auf einen kleineren Kreis Pflanzen der niedrigsten Entwickelungsstufe war eine nothwendige Folge. Nichtsdestoweniger hat sie sich durch (lie Länge des Gebrauchs erhalten, und wenn von Cryptogamen die Rede ist, so versteht man darunter alle jene Pflanzen, welche Linné seinen Cryptogamen zuzählte.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1869

Authors and Affiliations

  • Herrmann Hager

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