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Die Blüthe in Beziehung zu den Blüthenblattkreisen

  • Herrmann Hager
Chapter
Part of the Erster Unterricht des Pharmaceuten book series (EUP)

Zusammenfassung

Die Blüthe ist nackt (flos nudes), wenn sie ohne Blüthen-hülle ist, also nur Staub- und Fruchtblätter, enthält. Sie ist apetal oder blumenblattlos (apetălus), wenn sie nur von einem Hüllblätterkreis (perigonĭum) eingeschlossen ist; zwitterig, monoclinisch oder einbettig (hermaphrodĭtus, monoclĭnis,), wenn sie Staub- und Fruchtblätter zugleich enthält; eingeschlechtig oder diclinisch (unisexuālis, diclīnis), wenn sie entweder nur Staubgefässe oder nur Pistille enthält. Die nur Staubgefässe, die männlichen Geschlechts-organe, enthaltende Blüthe heisst eine männliche (mascŭlus; mas; ♂), und enthält sie nur ein oder mehrere Pistille, die weiblichen Geschlechtsorgane, so heisst sie eine weibliche (feminĕus; ♀ ). Findet man männliche und weibliche Blüthen auf demselben Pflanzenindividuum, so nennt man sie monöcisch oder einhäusig (flores monoeci s. monoici); sind jedoch auf dem einen Individuum nur männliche, auf einem anderen. derselben Gattung nur weibliche Blüthen, so heissen diese diöcische oder zweihäusige (dioeci s. dioici); findet man aber neben monöcischen und diöcischen Blüthen auch noch Zwitterblüthen, so nennt man die Blüthen Polygamische, vielehige (polygămi).

Fig. 371.

Esche (Fraxĭnus excelsĭor). 1. nackte Zwitterblüthe. 2. nackte männliche Blüthe. 3. u. 4. Fruchtkapsel. 5. geöffnete Frucht. 6. Querdurch-schnitt des Samesn.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1869

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  • Herrmann Hager

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