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Der Stempel

  • Herrmann Hager
Chapter
Part of the Erster Unterricht des Pharmaceuten book series (EUP)

Zusammenfassung

Den innersten und letzten Blattwirtel einer vollständigen Blüthe nehmen die Fruchtblätter ein. Dieselben bilden den Stempel oder das Pistill (pistillum), das weibliche Befruchtungsorgan, welches nach der Befruchtung zur Frucht auswichst. Au dem Stempel unterscheidet man zwei wesentliche Theile, den Fruchtknoten (germen, ovarnm), den untersten hohlen, mehr oder weniger verdickten Theil, welcher die Anlage zu den Samen, die Eichen (ovčla) umschliesst, und die Narbe (stigma), den obersten Theil, welcher von dem in die Höhlung des Fruchtknotens führenden Narbenkanal (canalis stigmatĭcus) durchbohrt ist und welchen Papillen, zur Aufnahme des Pollen bestimmt, bedecken. Am häufigsten sind Fruchtknoten und Narbe durch eine röhrenförmige Verlängerung des Fruchtknotens, den Griffel (stylus) verbunden. Der Griffel stellt eine einfache Verlängerung des Narbenkanals dar und wird daher auch einfach Staubweg genannt. Fehlt der Griffel oder ist er so verkürzt, dass die Narbe dem Fruchtknoten aufzusitzen scheint, so bezeichnet man die Narbe als sitzende (stigma sessĭe).
Fig. 314

Pistill von Lilum Marlayon. n Narbe, g Griffel, f Fruchtknoten, ν Querdurchschnitt des Fruchtknotens.

Fig. 315

Pistill von Chelidonĭum majns. n Barbe, g kurzer Griffel, f Fruchtknoten, s Staubfaden, a Anthere. Vergr.

Fig. 316

Pistill von Papaver dubium. n sitzende Narbe (stigma sessile).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1869

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  • Herrmann Hager

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