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Gelenkbildung. Articulation. Phyllotaxis. Stellung der wirtelständigen Blätter

  • Herrmann Hager
Chapter
Part of the Erster Unterricht des Pharmaceuten book series (EUP)

Zusammenfassung

In der Lection 33 haben wir erfahren, dass die Gelenkbildung ein charakteristisches Merkmal an einem zusammengesetzten Blatte ist, wir müssen uns daher mit dein Wesen der Gelenkbildung näher bekannt machen. Unter Articulation, Gelenkbildung, Gliederung (articulatio) versteht man in der Botanik gewöhnlich keine bewegbare Aneinanderfügung zweier Gelenkenden, wie wir sie bei dem Thiere beobachten, sondern eine solche, in welcher zwei aneinandergefügte Pflanzentheile in der Jugend zwar fest und nicht beweglich zusammenhaften, später aber sich selbst trennen, oder wo eine Trennung mit geringer Kraft ausführbar ist. Häufig ist die Berührungsstelle beider Pfianzentheile an einer mehr oder weniger sichtbaren Einschnürung oder einer vertieften Linie zu erkennen. Wenn im Herbst die Blätter, Blüthenstiele, Früchte abfallen, so trennen sich diese eben in der Gelenkfuge und zwar entweder durch das frühere Absterben einer Querschicht zartwandiger Zellen oder durch Unterbrechung der Saftcirculation zwischen Blatt und Stamm in Folge einer querschichtigen Korkbildung. Die Blattnarben (cicatrīces) findet man gewöhnlich mit einer verkorkten Zellschicht überzogen. Bei der Kastanie und der Acacie (Robinie) können wir die Gelenke bequem beobachten, denn sie haben zusammengesetzte Blätter, deren primärer Blattstiel ebenfalls eingelenkt ist. Zuerst fallen im Herbst die Blättchen (foliŏla), später der primäre Blattstiel ab. Nicht eingelenkte Blätter fallen nicht ab.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1869

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  • Herrmann Hager

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