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Massenspektrometrische Untersuchung chemischer Reaktionen mit Hilfe einer Feldemissions-Ionenquelle

  • H. D. Beckey
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Zusammenfassung

Durch die Kombination eines modifizierten Feldionenmikroskopes mit einem Massenspektrometer ergeben sich interessante, neue Möglichkeiten für die Molekülforschung sowie die chemische Analyse. Einer der wichtigsten Vorzüge einer derartigen Kombination — im folgenden Feldemissions-Massenspektrometer genannt — liegt in einer wesentlichen Vereinfachung der Massenspektren. Bei den meisten konventionellen Massenspektrometern werden die Ionen durch Elektronenstoß erzeugt, wobei die Energie der stoßenden Elektronen üblicherweise 50–70 eV beträgt. Diese Energie reicht aus, um die zu untersuchenden Moleküle nicht nur zu ionisieren, sondern auch gleichzeitig zu dissoziieren. Daher findet man im Massenspektrum außer den Ionen des Muttermoleküls oft zahlreiche Molekülbruchstück-Ionen, so daß besonders bei organischen Molekülen das Massenspektrum sehr kompliziert wird. Demgegenüber besteht das Feldemissionsmassenspektrum im einfachsten Falle — abgesehen von meist sehr schwachen Sekundärspektren — nur aus einem einzigen Maximum, da bei der Feldionisierung in elektrischen Feldern von etwa 1 ÷ 5 · 108 V/cm im allgemeinen keine zur Moleküldissoziation ausreichende Kernschwingungsenergie angeregt wird. Die Vorzüge einer derartigen Vereinfachung der Massenspektren für analytische Zwecke liegen auf der Hand.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • H. D. Beckey
    • 1
  1. 1.Institut für physikalische ChemieUniversität BonnDeutschland

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