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Verhandlungen pp 1339-1342 | Cite as

Die Entstehung des Vacuolensystems in Pflanzenzellen

  • K. Mühlethaler
Chapter

Zusammenfassung

Von Guilliermond (1) und Dangeard (2) sind zahlreiche mikroskopische Untersuchungen über die Entstehung des Vacuolensystems in Pflanzenzellen gemacht worden. Nach diesen Autoren sollen im Plasma zuerst kleine Tröpfchen entstehen, die im Laufe der Entwicklung sich vergrößern und schließlich zu einem großen zentralen Saftraum zusammenfließen. Mit lichtmikroskopischen Methoden ist es aber nicht möglich, die Frühstadien der Entwicklung genau zu erfassen. Von De Vries (3) wurde die Theorie aufgestellt, daß die Vacuolen aus plastidenähnlichen Körpern. Die er als Tonoplasten bezeichnete, hervorgehen. Diesen Zellelementen schrieb er, wie den Mitochondrien usw., eine genetische Kontinuität zu. Pfeffer (4) dagegen konnte an lebendem Material nachweisen, daß die Vacuoleninitialen durch eine Entmischung des Cytoplasmas entstehen. Ihre Entstehung beruht daher auf einem kolloidchemischen Vorgang, der an keine spezifischen Partikel gebunden ist. Die vorliegende elektronenmikroskopische Untersuchung hat gezeigt, daß die von Pfeffer (4) vertretene Ansicht richtig ist.

Abb. 1.

Schnitt durch eine Meristemzelle aus der Zwiebelwurzel. Die Vacuolenanlagan (V) sind als aufgelockerte Bezirke bereits erkennbar. Als weitere Zellorganellen sind die Golgikörper (G), Mitochondrien (M), Proplastiden (P) und das endoplasmatische Peticulum (ER) zu sehen. 28 000mal

Abb. 2.

Meristemzelle aus der Zwiebelwurzel. Frühes Entwicklungsstadium des endoplasmatischen Reticulums. Das Kavernensystems bildet sich durch lineare Aggregation von Bläschen. 45 000mal

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • K. Mühlethaler
    • 1
  1. 1.Eidgenössische Technische HochschuleZürichSchweiz

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