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Märchengeschehen und Reifungsvorgänge unter tiefenpsychologischem Gesichtspunkt

  • Josephine Bilz
Chapter

Zusammenfassung

Ein Männlein, ein »gar zu lächerliches« Wesen, das vor einem kleinen Haus auf einem Bein herumspringt, verrät mit diesen Worten sein Namensgeheimnis. Anscheinend in ausgelassener Vorfreude auf kommende Genüsse schreit es seine Absicht, Küchen- und Kellerdienste zu tun und dann ein Kind zu holen, in den dunklen Wald hinaus. Rumpelstilzchens Selbstaussage ist Höhe- und Wendepunkt der Geschichte im gleichnamigen Grimmschen Märchen (KHM 55) 1, das in unseren Kinderstuben wohlbekannt und von einem bestimmten Alter ab erfahrungsgemäß sehr beliebt ist. Ein zwölfjähriges Mädchen sagte mir kürzlich, Rumpelstilzchen gehöre zu den »interessanten Märchen« und nicht zu den »doofen« wie Rotkäppchen und Die sieben Geißlein. Selbst mancher erwachsene Mensch, der jemals Märchen gelesen hat, kann sich dunkel an das merkwürdige Märchenwesen erinnern, und zwar gerade an Rumpelstilzchens Lied, das, inhaltlich trivial und absonderlich zugleich, einprägsam genug ist, um ganz oder teilweise zum unverlierbaren Erinnerungsgut aus Kindertagen zu gehören.

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Literatur

  1. 2.
    V. Hattingberg, Über die liebe. München 1936Google Scholar
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    K. Bü, Die geistige Entwicklung des Kindes, 6. Aufl. Jena 1930, S. 20.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1971

Authors and Affiliations

  • Josephine Bilz

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