Advertisement

Das Märchen und die Phantasie des Kindes

  • Charlotte Bühler
Chapter

Zusammenfassung

Wenn wir an die Erforschung der höheren Seelenvorgänge des Kindes gehen, sind wir auf objektive Methoden beschränkt, da wir die Methode der Selbstbeobachtung hier nicht anwenden können. Doch verkennt wohl niemand die Schwierigkeiten, die sich für höhere seelische Funktionen zwingenden Schlußfolgerungen gerade aus objektivem Material entgegenstellen. Schon die Aufspürung geeigneten Materials ist eine schwierige Aufgabe.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Die Feststellungen über Verbreitung des Märchens sind 1917 gemacht worden. Vgl. dazu H. Hetzer, Zur Einführung, S. 9 ff. sowie das neue Nachwort der Verfasserin S. 87 f.Google Scholar
  2. 2.
    Stuttgart 1866.Google Scholar
  3. 3.
    Handbücher zur Volkskunde, Bd. 2: Adolf Thimme, Das Märchen. Leipzig 1909.Google Scholar
  4. 4.
    Die Entwicklung der Kinderseele. Übersetzt von Chr. Ufer. Leipzig 1900.Google Scholar
  5. 5.
    Untersuchungen über die Kindheit. Übersetzt von Stimpel. Leipzig. 3. Aufl. 1909.Google Scholar
  6. 6.
    Völkerpsychologie. Bd. 2. Mythos und Religion. Leipzig. 2. Aufl. 1914, S. 73.Google Scholar
  7. 7.
    A. a. O., S. 72.Google Scholar
  8. 8.
    Das Märchen. Wissenschaft und Bildung. Leipzig 1911.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. zum folgenden die Ausführungen über die Wandlung des Verhältnisses von Kind und Märchen seit der Durchführung dieser Erhebung, S. 11.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Sully a. a. O., S. 22.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. A. Dyroff, Über das Seelenleben des Kindes, 2. Aufl. Bonn 1911.Google Scholar
  12. 12.
    Die Vorrangigkeit des augenblicklichen Bedürfnisses der Kinder dieser Entwicklungsstufe zeigt sich auch in ihren eigenen Erzählungen. Vgl.Google Scholar
  13. I. Obrig, Kinder erzählen angefangene Geschichten weiter. Arbeiten zur Entwicklungspsychologie Band 4. München 1926.Google Scholar
  14. 13.
    Vgl. W. Wisser, Plattdeutsche Märchen. Märchen der Weltliteratur. Jena 1914. Einleitung S. XXI.Google Scholar
  15. 14.
    Man vergleiche die deutsche Fassung vom Dornröschen mit den ausländischen Parallelen, etwa mit «La belle au bois dormant«, ursprünglich »Fleur d’Epine« von 1696, durch Perrault 1697 in den «Contes de ma mère l’oye« bekannt geworden oder mit «Sole, luna e Talia« im Pentamerone des Giambattista Basile von 1637. Zweifellos ist die deutsche Fassung für Kinder bearbeitet.Google Scholar
  16. 15.
    Gotha 1908.Google Scholar
  17. 16.
    Über die ersten Bemühungen, Wirklichkeit und Märchenwelt, die bisher stets vermengt wurden, voneinander zu unterscheiden, berichten E. und G. Scupin (Bubi im vierten bis sechsten Lebensjahr. Leipzig 1910 ) im sechsten Lebensjahr ihres Sohnes (S. 184). Aber einen Monat später vermerken sie wieder noch «ein ständiges Hin- und Herpendeln des Knaben zwischen Dichtung und Wirklichkeit«. Sein Glaube an ein «Riesenland« ist noch unerschüttert (S. 188 ).Google Scholar
  18. 1.
    Zu diesem und dem folgenden Kapitel vgl. A. v. Löwis of Menar, Der Held im deutschen und russischen Märchen. Jena 1912.Google Scholar
  19. 2.
    A. v. Löwis of Menar (a. a. O.) betont im Gegensatz zu dieser auch von Thimme, Das Märchen. Handbücher zur Volkskunde, 2. Bd. 1909, vertretenen Auffassung, daß nicht die Kinder, sondern Jünglinge und Jungfrauen weitaus am häufigsten die Hauptpersonen seien. Diese Behauptung gilt nicht speziell für die Grimmschen, sondern für die Gesamtheit deutscher Märchen überhaupt. Auch wenn wir ihre formale Richtigkeit zugeben, werden wir von psychologischem Gesichtspunkt aus unsere Behauptung daneben aufrechterhalten können. Denn bei näherem Zusehen sind alle jene heiratsfähigen Jünglinge und Jungfrauen doch nur Kinder. Sie sind als Kinder charakterisiert und müssen auf das Kind durchaus wie seinesgleichen wirken. Es ist nicht zu bezweifeln, daß das Kind diese Gestalten als Kinder auffaßt, und in unserem Zusammenhang kommt es allein darauf an. Auch Thimme hat an jener Stelle wohl ähnliches im Auge gehabt. Ein Beispiel statt vieler für die Berechtigung unserer Auffassung: man denke nur an die Prinzessin im Froschkönig (1), welche einen Tag vor ihrer Hochzeit noch auf dem Schloßhof Ball spielt und weint, als ihr goldener Ball in den Teich fällt!Google Scholar
  20. 3.
    Löwis of Menar (a. a. O., S. 21) erklärt die schroffe «Zweiteilung zwischen der eigenen und der erwünschten Umwelt« aus dem von Axel Olrik (Epische Gesetze der Volksdichtung. Z. f. dtsch. Altertum u. dtsch. Literatur 51, S. 1 ff., 1909) aufgestellten Stilgesetz des Gegensatzes, das sich hier geltend mache. Doch warum wird dieses hier wirksam? Den psychologischen Grund haben wir entschieden darin zu suchen, daß eben jene extremen Verhältnisse dem Gefühl und der Phantasie besonders anregend sind. Ein zweiter Grund ist die leichtere Verständlichkeit des zum Extrem Stilisierten, noch dazu, wo es in gegensätzlichem Verhältnis auftritt. Näheres über die Polarisation auf S. 32. Den Hauptgrund für die Freude an der Schilderung von Glanz und Pracht vermute ich jedoch in dem Umstand, daß sich dem Kinde die staunende Bewunderung, mit welcher die Erwachsenen jene Herrlichkeiten zu rühmen pflegen, mitteilt, selbst ohne daß es genaue Vorstellungen davon hat.Google Scholar
  21. 4.
    Vgl. die Antithese in der Sprache des Kindes. Cl. u. W. Stern, Die Kindersprache, 3. Aufl. Leipzig 1922, S. 189.Google Scholar
  22. 5.
    Löwis of Menar, a. a. 0., S. 38 ff.Google Scholar
  23. 6.
    Löwis of Menar, a. a. O., S. 38 ff. — Auch O. Sterzinger stellt fest, daß die Steigerung eine Typisierung im Gefolge hat. Vgl. Das Steigerungsphänomen beim künstlerischen Schaffen. Z. f. Ästhetik u. allg. Kunstwissenschaft 12, S. 76 (2).Google Scholar
  24. 7.
    Wie sehr in der Auffassung des Kindes das Individuelle gegenüber dem Typischen zurücktritt, geht aus den Beobachtungen von E. und G. Scupin (Bubi im vierten bis sechsten Lebensjahr. Leipzig 1910) über ihren bald fünfjährigen Sohn hervor. Er verwechselt beständig die böse Knusperhexe und die böse Stiefmutter Hänsels und Gretels, S. 117 und S. 43. Offenbar bedeuten ihm beide nur eine böse Frau, welche die armen Kinder quälte.Google Scholar
  25. 8.
    Die Nummern beziehen sich auf die vollständige Ausgabe der Grimmschen Märchen: Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in ihrer Urgestalt. Hrsg. von F. Panzer. München 1913.Google Scholar
  26. 9.
    Vgl. Löwis of Menar, a. a. O., S. 41: «Doch macht das Märchen keinen Anspruch darauf, daß alle seine Helden sich so hervorragend durch Tugendhaftigkeit auszeichnen«, S. 43: «Mit der Wahrheit braucht der Held es nicht allzu genau zu nehmen, wenn er sich in Situationen befindet, wo ein Geständnis des wahren Sachverhaltes ihm Schaden brächte.«Google Scholar
  27. 10.
    Für die Bedeutung der Märchenpersonen und ihres Handelns vgl. die Betrachtung unter anderen Gesichtspunkten von J. Bilz, S. 97 ff.Google Scholar
  28. 11.
    W. Grimm, Das Wesen der Märchen, S. 354 f.: »Die Tiermärchen öffnen eine andere Welt.» Kleinere Schriften, hrsg. v. Hinrichs. Berlin 1881, I., S. 333 ff.Google Scholar
  29. 12.
    Die Vögel faßt Wilhelm Grimm als Geister auf. A. a. O., S. 340.Google Scholar
  30. 13.
    Diese Behauptung wird bestätigt durch die wiederholte Angabe auf unseren Fragebogen, daß neben dem Märchen sich Tiergeschichten großer Beliebtheit erfreuen.Google Scholar
  31. 14.
    In den Märchen von der Wassernixe (79) und von der Nixe im Teich (181) sind die Nixen überhaupt nicht beschrieben, jedenfalls wird ein Fischschwanz mit keiner Silbe erwähnt.Google Scholar
  32. 15.
    Das Fehlen der kombinierten Gestalten aus affektiven Gründen zu erklären, wie man vielleicht geneigt wäre, also etwa, weil sie dem Kinde furchterregend und unheimlich sein könnten, geht nicht an, weil das Märchen sonst in dieser Hinsicht nicht allzu ängstlich ist. So wird im Märchen Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen (4) mit Totenköpfen Kegel gespielt — gewiß eine unheimliche und gruselige Vorstellung.Google Scholar
  33. 16.
    Vgl. S. 32.Google Scholar
  34. 17.
    Vgl. Löwis of Menar, a. a. O., S. 39.Google Scholar
  35. 18.
    Vgl. »Scheintätigkeit» bei Karl Groos, Die Spiele der Menschen, Jena 1899, und »Scheindeutung» bei Karl Bühler, Die geistige Entwicklung des Kindes, 4. Aufl. 1924, S. 208.Google Scholar
  36. 19.
    K. Groos, Das Seelenleben des Kindes, 6. Aufl. Berlin 1923, S. 157 f.Google Scholar
  37. 20.
    Berlin 1893.Google Scholar
  38. 21.
    Seelenleben, a. a. O., S. 159.Google Scholar
  39. 22.
    Vgl. dazu A. Busemann, Über die Freude der Kinder am besonders Großen und Kleinen. Z. f. angew. Psychol. 24, 1924.Google Scholar
  40. 23.
    Vgl. dazu die Beobachtungen an Kindern, die angefangene Geschichten weitererzählen, bei Ilse Obrig, Kinder erzählen angefangene Geschichten. München und Berlin 1934, und H. Hetzer, Die entwicklungsbedingten Stilformen von kindlichen und jugendlichen Schreibern. Frankfurt a. M. 1954.Google Scholar
  41. 1.
    Löwis of Menar, a. a. 0., S. 27, sagt: »Die Zugehörigkeit zu allen bisher besprochenen Ständen ist größtenteils nichts weiter als eine bloße Etikette des Helden, die für den Inhalt des Märchens, die Haupthandlung fast immer bedeutungslos bleibt…»Google Scholar
  42. 2.
    Löwis of Menar (23), S. 15.Google Scholar
  43. 3.
    Wir zitieren wörtlich in der klassischen Fassung der Brüder Grimm, wiewohl der Dialekt nicht richtig wiedergegeben ist.Google Scholar
  44. 4.
    Vgl. W. Hansen, a. a. O., S. 362, und I. Obrig, a. a. O.Google Scholar
  45. 5.
    Vgl. W. Wundt, a. a. O., S. 71: »Die Quelle dieser größeren Regsamkeit (der Phantasie des Kindes) liegt nämlich nicht darin, daß die Empfin-dungen und Vorstellungen des Kindes wesentlich andere wären, sondern lediglich in der größeren Intensität und leichteren Erregbarkeit seiner Gefühle.»Google Scholar
  46. 6.
    Von dem einfachen Haushalt der Tiere, ihrem Tun und Treiben spricht in diesem Zusammenhang auch Wilhelm Grimm, a. a. O., S. 354.Google Scholar
  47. 7.
    Vgl. »Über das Wesen der Märchen», W. Grimm, a. a. O., S. 340.Google Scholar
  48. 8.
    Vgl. Löwis of Menar, a. a. O.Google Scholar
  49. 9.
    Munch. Studien z. Psychol. u. Philos., 4. Heft 1916.Google Scholar
  50. 10.
    Vgl. W. Stern, Psychologie der frühen Kindheit bis zum sechsten Lebensjahr, Leipzig 1914, und Ch. Bühler, Kindheit und Jugend, 3. Aufl. Leipzig 1931.Google Scholar
  51. 11.
    Vgl. die kindlichen Konfabulationen, von denen C. und W. Stern in Erinnerung und Aussage, a. a. 0., S. 103 ff., berichten, in denen vorzugsweise das eigene Ich mit in die Erzählung verflochten wird. Vgl. dazu auch Goethes Knabenmärchen «Der neue Paris» im zweiten Buch von Dichtung und Wahrheit. — Ferner tritt bei der Bildbetrachtung die egozentrische Einstellung hervor, vgl. Stern, Erinnerung und Aussage, a. a. O., S. 90 ff.Google Scholar
  52. 1.
    Vgl. Löwis of Menar, a. a. O., S. 30.Google Scholar
  53. 2.
    Auch die Erzählungen des Kindes selbst sind aneinandergereihte Episoden, vgl. W. Stern, Psychologie der frühen Kindheit, a. a. O., S. 201 ff. und schon zuvor über die »Bedingungen der Verkettung» der kindlichen Phantasie, S. 196 ff. Ferner Ilse Obrig, a. a. O., und H. Hetzer, Entwicklungsbedingte Stilformen kindlicher und jugendlicher Schreiber, a. a. O.Google Scholar
  54. 3.
    Griechische und albanesische Märchen. Leipzig 1864.Google Scholar
  55. 4.
    Die Literatur vgl. bei Friedrich von der Leyen, a. a. O., und »Das Märchen». Eine Literaturzusammenstellung, a. a. O.Google Scholar
  56. 5.
    Anmerkungen zu den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. 3 Bde. 1913–1918.Google Scholar
  57. 6.
    Vgl. dazu die von J. Bilz vertretene Auffassung, S. 97 ff.Google Scholar
  58. 7.
    Scupins, a. a. O., berichten von ihrem dreijährigen Jungen gelegentlich einer Erzählung des Märchens von Hänsel und Gretel S. 43: »Etwas, was gar nicht in seinen Kopf hinein wollte, war, daß den Kindern Böses geschah, obwohl sie artig gewesen waren. Wiederholt fragte Bubi: ‘War’n die Kinder ungezogen?< Als wir verneinten, meinte er ratlos: Nu, weil die alte Frau doch so böse is.<… Die Strafe als natürliche Konsequenz einer bösen Tat ist dem Kinde früh verständlich. Vgl. Stern, Psychologie der frühen Kindheit, a. a. O., S. 348.Google Scholar
  59. 1.
    Vgl. hierzu, was B. Pérez, L’Art et la Poésie chez l’Enfant, Paris 1888, über die Wirkung von dramatischen Vorführungen auf Kinder berichtet. Er faßt seine Ausführungen mit folgenden Worten zusammen (S. 220): «Ainsi, les premières impressions de théâtre se rapportent à quelques sensations dominates de la vue, à des couleurs et à des formes bien tranchées, à des images plus vagues et plus confuses de spectateurs et d’acteurs, à quelques gestes et à quelques attitudes interprétés d’une manière quelconque.« Besonders interessiert uns für unsere späteren Betrachtungen ein Bericht, den Pérez den Memoiren von Alexandre Dumas über die Erinnerung an einen Theaterbesuch im Alter von 3 Jahren entnimmt. (Pérez, S. 219): »On jouait Paul et Virginie à l’Opéra Comique. Une des plus notables impressions qui restèrent dans l’esprit de cet enfant de trois ans, c’est que Mme. de Saint Aubin, qui tenait le rôle de Virginie, était énormément grosse,…«Google Scholar
  60. 2.
    Löwis of Menar, a. a. O., S. 2 ff.Google Scholar
  61. 3.
    R. Petsch, Formelhafte Schlüsse im Volksmärchen. Berlin 1900, S. 11, Anm.Google Scholar
  62. 4.
    Anti Aarne (Verzeichnis der Märchentypen. Folklore Fellows Communications Nr. 3, 1910; Nr. 10, 1912) spricht von »Dublettenformen« und »Analogieformen«.Google Scholar
  63. 5.
    Vgl. Axel Olrik, a. a. O.Google Scholar
  64. 6.
    William Stern, Die Analogie, a. a. O., S. 53 ff.Google Scholar
  65. 7.
    Aber einschränkend hierzu vgl. S. 28.Google Scholar
  66. 8.
    Eine Mutter berichtet uns, daß ihr kleiner Sohn Märchen mit traurigem Schluß niemals hören wollte und sich schon vor Beginn der Geschichte eines glücklichen Endes zu vergewissern pflegte. — Hierher gehören auch zwei Notizen von E. und G. Scupin, a. a. 0., S. 147: »Er (Bubi), dem das Märchen vom Rotkäppchen zum erstenmal erzählt wurde, seufzte in den Augenblicken großer Gefahr tief auf, verweilte aber bei diesen sichtlich am liebsten«, und S. 156: »Es wurde ihm recht drastisch erzählt, wie der Wolf das Rotkäppchen fraß, da schrie er in ängstlicher Abwehr: Nein, nein, der Wolf soll nicht das Rotkäppchen aufessen», das Rotkäppchen sagt: »nein, du ungezogen Wolf!» Allerdings ist hier auch eine andere Interpretation denkbar, indem die Abwehr des Kindes sich möglicherweise gegen die drastische Ausmalung, d. h. allgemein gegen das Gräßliche wendet.«Google Scholar
  67. 9.
    Die Brüder Grimm haben bei ihrer Darstellung aus eigenem künstlerischen Empfinden schon vieles eingefügt, was wir in echt volkstümlichen Darstellungen gar nicht finden. Man vergleiche die nach dem Bericht einfacher Leute wörtlich wiedergegebenen plattdeutschen Märchen von Wisser, a. a. O.Google Scholar
  68. 10.
    Inwieweit Bilder in den Märchenbüchern die knappe Schilderung ergänzen müssen, um etwa überhaupt erst dem Märchen eine eindringliche Wirkung auf das Gemüt des Kindes oder volles Verständnis bei ihm zu verschaffen, das zu beurteilen ist allerdings der empirischen Forschung vorbehalten. Vgl. W. Nolte, Kind und Märchenbild. München 1942.Google Scholar
  69. 11.
    William Stern, Die Analogie, a. a. O.Google Scholar
  70. 12.
    Sully, a. a. O., S. 26.Google Scholar
  71. 13.
    Mythenbildung als Analogiebildung auch bei Wundt, a. a. O., S. 76 ff.Google Scholar
  72. 14.
    A. a. O., S. 116.Google Scholar
  73. 15.
    A. a. O. Vgl. auch Ders., Die Gründe des Gefallens und Mißfallens am poetischen Bilde. Arch. Psychol. 29 1913, S. 13 ff.Google Scholar
  74. 16.
    Ch. Ruths, Induktive Untersuchungen über die Fundamentalgesetze der psychischen Phänomene. 1. Bd. Experimentaluntersuchungen über Musikphantome. Darmstadt 1898.Google Scholar
  75. 17.
    Für die Progression als qualitativ steigernde Ausgestaltung genommen findet er natürlich auch in anderer Dichtung Belege.Google Scholar
  76. 18.
    Vgl. Protokoll 89: «Ich bin sehr mißmutig gestimmt, liege auf dem Sofa und blicke gegen die mißfarben-grünliche Wand und den mißfarbenen Vorhang. Eine Fliege summt herum…« «Aus der Fliege wird Brummfliege, ihre Laute (Lautheit) und damit ihre Größe wird unwillkürlich vergrößert,… das ganze ist ein ‘Aufgehen, Voluminös-Werdenv.Google Scholar
  77. 19.
    Vgl. Protokoll 41: «Das Auto sprang wie ein plumper Dickhäuter in großen Sätzen die Straße herab.» «Ich höre ein schweres Lastautomobil durch die Straßen fahren. Steigerung: Vorstellung von einem Auto, das rascher fährt, dann von einem, wie es die Strecke von einem Straßenende… bis zum anderen Ende in einem Ruck durchfährt, in diesem Augenblick habe ich schon die Unterschiebung des Sprunges eines rasenden Tieres usw.«Google Scholar
  78. 20.
    Stern, Die Analogie, a. a. O., S. 153.Google Scholar
  79. 21.
    Zur Psychologie und Statistik der Metaphern. Arch. Psychol. 1914, S. 297 ff.Google Scholar
  80. 22.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1971

Authors and Affiliations

  • Charlotte Bühler

There are no affiliations available

Personalised recommendations