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Der Versuch

  • Robert v. Hippel
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Zusammenfassung

Strafbarkeit des Versuchs ist bereits das Zeichen eines fortgeschrittenen Rechts. Die Italiener bringen die erste zusammenfassende Behandlung; ihnen folgt wesentlich die Carolina (Art. 178). Im Preußischen Landrecht tritt bereits der Begriff der Ausführungshandlung auf. Bald darauf bestimmt das französische Recht den Versuch als „commencement d’exécution“. Daran knüpft, entsprechend dem Preußischen StrGB. von 1851, unser Reichsrecht (StrGB. § 43) an, ganz überwiegend auch das Recht des Auslands2.

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Notes

Literatur

  1. 2.
    Vgl. näher über vorstehende Entwicklung oben S. 10 (allgemeingeschichtlich); 16 (römisch); 19, Anm. 8 (Italiener); 21 (germanisch); 22/23 (fränkisch); 27 (Mittelalter); 32, Anm. 5 (Carolina). Dazu Strafr. II, 392/94.Google Scholar
  2. 3.
    So auch zutreffend, nur in ausführlicherer Fassung, StrGB. § 43 (das Wort „beabsichtigt“ bezeichnet dort lediglich den Vorsatz; vgl. oben S. 136, Anm. 9); näher dazu, auch über die Literatur zur Versuchslehre, Strafr. II, 394/95.Google Scholar
  3. 4.
    Anerkannt, auch in ständiger Rechtsprechung des RG.; vgl. oben S. 134, Nr. 3.Google Scholar
  4. 5.
    Beispiel: Wegnahme beweglicher Sache ist kein Delikt; Diebstahl aber die Wegnahme fremder beweglicher Sache.Google Scholar
  5. 6.
    Vgl. oben S. 92.Google Scholar
  6. 1.
    Tatfrage ist die Feststellung der Handlung und des Plans des Täters. Je nach dem damit verfolgten Zweck kann dieselbe Handlung Vorbereitung oder Ausführung, also Versuch, seins.Google Scholar
  7. 2.
    Rechtsfrage ist es, welche Handlung begrifflich Tatbestands-handlung ist. Regelmäßig kennzeichnet das Gesetz dies durch einGoogle Scholar
  8. 3.
    Diebstahlsversuch daher z. B., wenn die vermeintlich fremde Sache in Wahrheit eine herrenlose oder eigene war.Google Scholar
  9. 2.
    Zu weitgehend straft das RG. jeden untauglichen Versuch; richtig aber ist, daß auch dieser unter den Versuchsbegriff fällt; vgl. unten S. 160. Grundsätzlich hat sich das RG. wiederholt im obigen Sinne ausgesprochen; vgl. z. B. E. 60, 8; ferner — gegen die Lehre vom sog. Mangel am Tatbestand — E. 42, 92; 47, 190; näher Strafr. II, 396/97.Google Scholar
  10. 3.
    Neuerdings wird hier öfters (insbes. BINDING, BRUNO, FRANK, Graf DONNA) eine Lehre vom sog. Mangel am Tatbestand vertreten, die den obigen Versuchsbegriff einschränken will; vgl. dagegen unten S. 159; dazu Strafr. II, 397.Google Scholar
  11. 4.
    So z. B. jede Art von Tötungshandlung bei der Tötung; das Wegnehmen beim Diebstahl; das Täuschen beim Betrug; das Drohen bei Nötigung und Erpressung usw.Google Scholar
  12. 5.
    So insbes. die Beschaffung der Mittel zur Tat, das Auskundschaften, Verabreden, das Aufsuchen des Tatorts usw.Google Scholar
  13. 8.
    Vgl. näher Strafr. II, 398.Google Scholar
  14. 9.
    Vgl. schon RG. E. 3, 136; ferner z. B. E. 53, 217, 336; 59, 386. Es entspricht dies auch durchaus der Auffassung des täglichen Lebens.Google Scholar
  15. 1.
    Beispiele: töten, verletzen, wegnehmen, täuschen, drohen usw.; vgl. näher Strafr. II, 401.Google Scholar
  16. 2.
    Beispiel: Einbrechen, Einsteigen bei § 243 Nr. 2 usw.; vgl. RG. E. 43, 332.Google Scholar
  17. 3.
    Beispiel: Beginn des Fälschens bei der Urkundenfälschung (StrGB. § 267, „zweiaktiger Tatbestand“, vgl. E. 56, 206 ).Google Scholar
  18. 4.
    Beispiel: StrGB. §§ 312/13; „Herbeiführen“ einer Überschwemmung bedeutet (analog der Brandstiftung) das Überschwemmen selbst.Google Scholar
  19. 8.
    So, anschließend an FRANK, in ständiger Rechtsprechung das Reichs - gericht. Vgl. z. B. E. 54, 35 (Einbruchsdiebstahl; Einseifen der Fensterscheibe); E. 54, 254 (Einschleichen in die Bodenkammer zwecks Stehlens); E. 59, 57 (Tötungsversuch; Betäubung durch Morphium zwecks anschließender Öffnung der Pulsader); weitere Fälle vgl. Strafr. II, 402.Google Scholar
  20. 4.
    Zu warnen ist aber vor zeitlicher und sachlicher Ausdehnung dieses Begriffs; denn solche führt zu unzulässiger Bestrafung der Vorbereitung.Google Scholar
  21. 5.
    Dasselbe Problem kehrt bei der Konkurrenzlehre wieder und ist dort ebenso zu entscheiden; vgl. unten S. 173.Google Scholar
  22. 6.
    Also z. B. das Hinstellen des Gifttranks, das Stellen des Selbstschusses; vgl. näher Strafr. II, 402/03. Ausführungshandlungen können strafrechtlich nur solche sein, die sich gegen den Verletzten richten, nicht Handlungen dieses letzteren.Google Scholar
  23. 7.
    Vgl. unten S. 167, Nr. 6. 8 Beispiel: Vorbeischießen.Google Scholar
  24. 9.
    Beispiel: Einbrechen, aber noch keine Wegnahme; Beginn der Wegnahme, aber keine Durchführung.Google Scholar
  25. 10.
    Der Unterschied ist wichtig für die Frage straffreien Rücktritts; vgl. unten S. 155.Google Scholar
  26. 11.
    Vgl. unten S. 163ff., 173.Google Scholar
  27. 1.
    Zurechnungsfähigkeit, Vorsatz und Fahrlässigkeit müssen grundsätzlich zur Zeit der Ausführung vorliegen; vgl. oben S. 129, Anm. 3.Google Scholar
  28. 2.
    Oben S. 104, 105.Google Scholar
  29. 3.
    Im weiteren Sinne, also Verwirklichung des Deliktstatbestandes (oben S. 92, Anm. 5).Google Scholar
  30. 4.
    Hierzu eingehend Strafr. II, 403/05. Ich hebe hervor: Der Versuch bedeutet die objektive Gefahr der Verwirklichung des konkret enDeliktstatbestandes. Schief sind die Bezeichnungen als Gefährdung der Rechtsordnung bzw. des Rechtsguts. Denn eine kraft Gesetzes strafbare Handlung verletzt die Rechtsordnung und gefährdet sie nicht nur; Gefährdung des Rechtsguts aber ist das Wesen des vollendeten Gefährdungsdelikts (vgl. oben S. 87). Über den Begriff der objektiven Gefahr vgl. unten S. 157/59.Google Scholar
  31. 5.
    Und zwar selbstverständlich wesentlich milder; denn sonst wäre diese Vorschrift zwecklos. Beweis auch § 43 Abs. 2/3; vgl. die folgende Anm. Näher Strafr. II, 405/06. Dazu geschichtlich oben S. 19, Anm. 8, 32, Anm. 5.Google Scholar
  32. 6.
    Abs. 2/3: Statt Todes-oder lebenslanger Freiheitsstrafe tritt solche von 3–15 Jahren. Im übrigen kann auf 1/4 des Mindestbetrages der für die Vollendung angedrohten Freiheits-bzw. Geldstrafe herabgegangen werden; vgl. näher das Gesetz. Nebenstrafen bleiben zulässig gemäß StrGB. § 45.Google Scholar
  33. 7.
    Hier kommen insbes. in Betracht: a) Typische und zugleich gefährliche Handlungen (Beispiele: StrGB. §§ 151, 201); b) Schutz besonders wichtiger Rechtsgüter (Beispiele §§ 83–86; 49a; c) besonders gefährliche Angriffsmittel (Beispiel: Sprengstoffgesetz, 1884, §§ 6–9); vgl. weiter Strafr. II, 406/07.Google Scholar
  34. 8.
    Anerkannt; vgl. insbes. RG. E. 58, 392. Anders, wenn die betr. Handlung als selbständiges Delikt gestaltet ist (Auslegungsfrage; Beispiele StrGB. §§ 229, 265); vgl. näher Strafr. II, 407.Google Scholar
  35. 1.
    Vgl. StrGB. §§ 81/82, 105, 114, 122, 159, 357, 3605.Google Scholar
  36. 2.
    Herrschende Ansicht, eingehend begründet in RG. E. 42, 266ff. Auch hier ist es unzulässig, einen Versuch des Unternehmens zu konstruieren; vgl. näher Strafr. II, 407/08.Google Scholar
  37. 3.
    Denn dieses fordert Vollendung und der Versuch Vorsatz; näher Strafr. II, 408.Google Scholar
  38. 4.
    Vgl. näher Strafr. II, 408/09.Google Scholar
  39. a) Tätigkeitsdelikte (Begriff oben 5. 92). Beispiele: Der Eigentümer wirft den Eindringling schon bei der Haustür hinaus (nicht beendeter Versuch). Ferner: Schießen an bewohnten Orten (§ 3678); die Patrone versagt (beendeter Versuch).Google Scholar
  40. b) Unterlassung: Kommissivdelikte: Noch rechtzeitiges Geben der zwecks Tötung unterlassenen Ernährung des Kindes (nicht beendeter Versuch); Ins - wasserfallenlassen des Kindes, das Dritte retten (beendeter Versuch). Bei reinen Unterlassungsdelikten (Omissivdelikten) scheint mir Versuch als nicht beendeter, nicht aber als beendeter möglich; streitig, näher Strafr. II, 409.Google Scholar
  41. 5.
    So das RG. E. 61, 179 (betr. § 2392); vgl. näher Strafr. II, 409.Google Scholar
  42. 6.
    Überwiegende Ansicht. Beispiel: Der Angegriffene weicht dem Schlage aus (nur versuchte Körperverletzung), stürzt aber dabei die Treppe hinunter und bricht das Genick (StrGB. § 226); näher Strafr. II, 410.Google Scholar
  43. 7.
    Vgl. oben S. 149. Der Grund ist ein kriminalpolitischer: Besser, der Täter entgeht der Strafe, als daß es zur Vollendung kommt; vgl. näher Strafr. II, 410/11.Google Scholar
  44. 8.
    Vgl. oben S. 153. StrGB. § 46 Nr. 1; hier genügt regelmäßig einfaches Aufhören bei der bereits begonnenen Ausführungshandlung, z. B. bei der Wegnahme.Google Scholar
  45. 9.
    StrGB. § 46 Nr. 2. Hier bedarf es aktiv hindernden Eingreifens (sog. tätige Reue); z. B. Löschen der bereits brennenden Zündmasse.Google Scholar
  46. 10.
    Vgl. dazu RG. E. 57, 278. Nicht erforderlich ist, daß der innere Beweggrund löblich war; Beispiel E. 55, 66 (dem Dieb waren die Sachen nicht wertvoll genug); vgl. näher Strafr. II, 412.Google Scholar
  47. 2.
    Vgl. oben S. 149, Anm. 1; näher E. 56, 209; eingehend Strafr. II, 412/13.Google Scholar
  48. 3.
    Vgl. RG. E. 10, 324 (betr. § 159 StrGB.); näher Strafr. II, 413.Google Scholar
  49. 4.
    Vgl. Strafr. II, 413/14.Google Scholar
  50. 5.
    Vgl. näher Strafr. II, 414.Google Scholar
  51. 6.
    Im weiteren Sinne, also Verwirklichung des Deliktstatbestandes; vgl. oben S. 92, Anm. 5.Google Scholar
  52. 7.
    Beispiel: Vorbeischießen.Google Scholar
  53. 8.
    Durch Naturvorgänge oder menschliches Handeln. Beispiel: Löschen der Zündmasse durch Regen oder Menschen.Google Scholar
  54. 9.
    Beispiele: Tötungsversuch mit vermeintlich geladenem, in Wahrheit ungeladenem Gewehr (untaugliches Mittel); Abtreibungsversuch bei fehlender Schwangerschaft (untaugliches Objekt).Google Scholar
  55. 10.
    Vgl. näher Strafr. II, 415/16; früher Kasuistik.Google Scholar
  56. 11.
    So ausdrücklich die Motive zum StrGB. (Reichstagsvorlage S. 53); näher Strafr. II, 416.Google Scholar
  57. 12.
    Früher, insbes. in Preußen, herrschend, heute mehr zurückgetreten; teilweise auch im Ausland vertreten; näher Strafr. II, 417.Google Scholar
  58. 13.
    Es besteht hierüber Unklarheit; vgl. Strafr. II, 418.Google Scholar
  59. 1.
    Beispiele oben S. 156, Anm. 9.Google Scholar
  60. 2.
    Die Untauglichkeit liegt hier also in der Relation beider. Beispiele: Versuchte Sprengung oder Vergiftung mit zu geringer Dosis. Oder: Schuß auf zu weite Entfernung.Google Scholar
  61. 3.
    Vgl. oben S. 154; näher Strafr. II, 417.Google Scholar
  62. 4.
    Ohne Rücksicht auf die Lage der Verhältnisse zur Zeit der Tat im Einzelfalle fragt es sich hier, ob Handlungen solcher, nachträglich festgestellter Art allgemein gefährlich sind oder nicht; vgl. näher Strafe. II, 418/19.Google Scholar
  63. 5.
    Übertreibende Gesinnungsstrafe. Deshalb sah sich das RG. veranlaßt, wenigstens den abergläubischen Versuch auszunehmen. Vgl. E. 33, 321 (zur Kritik Strafr. II, 424). Die Entwürfe geben allgemein dem Richter die Möglichkeit freier Strafmilderung, auch des Absehens von Strafe. Kritik: Damit wird das vom Gesetzgeber zu lösende Problem auf den Richter abgeschoben, mit der Möglichkeit beliebig verschiedener Praxis; vgl. näher Strafr. II, 437/38.Google Scholar
  64. 6.
    Die logische Konsequenz wäre: Strafbarkeit des Versuchs bei allen Delikten, und zwar gleich der Vollendung; ferner Strafbarkeit der Vorbereitung (denn auch hier ist der Vorsatz vorhanden). Unser geltendes Recht läßt sich also nur vom objektiven Standpunkt rechtfertigen; vgl. oben S. 154; näher Strafr. II, 420/41.Google Scholar
  65. 9.
    Vgl. bereits RG. E. 1, 439 (Vereinigte Strafsenate) und insbes. E. 8, 202/03. Eingehende kritische Darstellung (auch neuere Urteile) Strafr. II, 420–424. Danach wären z. B. unsere gesamten aus dem Felde heimgekehrten Kriegsteilnehmer in keiner objektiven Gefahr gewesen. Denn der Kausalverlauf ist notwendig, in Gefahr waren hiernach nur die Gefallenen.Google Scholar
  66. 1.
    Im Interesse der Vollständigkeit sei ein weiterer Grund des RG. E. 42, 94 erwähnt: „Wie der tatsächliche Irrtum nach § 59 die Schuld ausschließt, so findet er auch umgekehrt zuungunsten des Täters Beachtung, wenn er zur Annahme eines in Wirklichkeit nicht vorhandenen Tatbestandserfordernisses führt.“ Kritik: Also liegt auch beim untauglichen Versuch Vorsatz vor — was niemand bestreitet! Gänzlich zweifellos aber sagt § 59 nichts über die Strafbarkeit des Versuchs. Gegen diesen „Umkehrschluß” des RG. denn auch einmütig die Literatur.Google Scholar
  67. 2.
    Diesen naheliegenden Ausdruck habe ich gewählt. Näher Strafr. II, 425/27.Google Scholar
  68. 3.
    Leider ist v. LISZT-SCHMIDT jetzt zur Lehre vom sog. „Mangel am Tatbestand“ übergegangen; vgl. unten S. 159/60.Google Scholar
  69. 4.
    Vgl. Strafr. II, 431. Zur Erläuterung folgendes:Google Scholar
  70. a) Maßgebend ist Beurteilung vorher, nicht hinterdrein (sog. „nachträgliche Prognose“, v. LISZT; über die Bedeutung dieses oft mißverstandenen Wortes, vgl. oben S. 98, Anm. 1).Google Scholar
  71. b) Maßgebend ist: Was war damals dem Täter bekannt und ferner damals für verständiges objektives Urteil (Richter, evtl. mit Sachverständigen) erkennbar? vgl. oben S. 98, Anm. 2.Google Scholar
  72. c) Erschien danach der Eintritt des Erfolges praktisch möglich, so war der Versuch gefährlich; erschien er danach als ausgeschlossen, so war der Versuch ungefährlich (vgl. oben S.98 Nr. b). Im ersten Falle hätte ein verständigerGoogle Scholar
  73. 1.
    Unbefriedigend ist dies natürlich für jeden, dem allein der Vorsatz wichtig, die objektive Bedeutung der Tat aber gleichgültig ist. Das soll es aber auch sein.Google Scholar
  74. 2.
    Beispiele: a) Relativ untauglicher aber ungefährlicher, deshalb strafloser Versuch: zweifellos ungenügende Dosis von Gift oder Sprengstoffen. — b) Absolut untauglicher, aber gefährlicher, daher strafbarer Versuch: Schuß mit möglicherweise geladener Waffe, die sich hinterher als ungeladen ergibt; Abtreibung bei ernstlichen Anzeichen von Schwangerschaft, die sich hinterher als nicht vorhanden erweist usw.; näher Strafr. II, 429.Google Scholar
  75. 3.
    Die adäquate Verursachung fordert: Keine strafrechtliche Haftung für unberechenbaren Zufall, wenn der Erfolg eintrat (vgl. oben S. 96ff.); daher erst recht hier nicht, wo er ausblieb. Für v. LISZT kam dieser Gesichtspunkt nicht in Betracht, weil er die reine Bedingungstheorie (v. BURT, RG.) vertrat; vgl. näher hierzu Strafr. II, 430.Google Scholar
  76. 4.
    So zunächst BINDING; dann insbes. OETKER, BELING, FRANK, Graf DGHNA, M. E. MAYER, V. LISZT-SCHMIDT, OLSHAUSEN, LOBE usw.; vgl. näher über Anhänger und Gegner Strafr. II, 431.Google Scholar
  77. 5.
    Z. B. die Eigenschaft der Sache als fremder, die Schwangerschaft, das Gift.Google Scholar
  78. 6.
    Vgl. oben S. 93, 151/52. Beispiele: Vorsätzliche Wegnahme, Zueignung, Beschädigung, Tötung sind ein juristisches Nichts. Verbrechen dagegen (Schuld vorausgesetzt) die Wegnahme usw. fremder Sache, die Tötung eines Menschen.Google Scholar
  79. 7.
    Vgl. näher hierüber Strafr. II, 432.Google Scholar
  80. 1.
    So auch unsere natürliche Lebensauffassung. Niemand wird zweifeln, von einem mißglückten Abtreibungsversuch zu reden, wenn sich hinterher mangelnde Schwangerschaft herausstellte, von einem Vergiftungsversuch bei untauglichen Mitteln usw. Vgl. näher hierzu Strafr. II, 433/34; dort auch über andere, offensichtlich fehlgreifende Begründungsversuche jener Theorie.Google Scholar
  81. 2.
    Denn hier fehlt ein Tatbestandsmerkmal: Beispiele: Keine Schwangerschaft, keine fremde Sache, kein Mensch.Google Scholar
  82. 3.
    Denn das Gesetz fordert regelmäßig kein bestimmtes Mittel.Google Scholar
  83. 4.
    Beispiel: „Gift“ bei der Vergiftung; dann also Straflosigkeit.Google Scholar
  84. 5.
    Es ist sachlich nicht einzusehen, warum Abtreibung mit untauglichem Mittel strafbar, Vergiftung straflos sein soll. Ebensowenig, warum bei gleicher Unmöglichkeit des Erfolges Abtreibung mit untauglichem Mittel strafbar, am untauglichen Objekt straflos sein soll; dazu Strafr. II, 434.Google Scholar
  85. 6.
    So kommt BEr.ixG im Ergebnis zur Strafbarkeit relativ, Straflosigkeit absolut untauglichen Versuchs (Mittel und Objekt); das ist im Ergebnis ältere objektive Theorie (oben S. 156), aber unzutreffend abgeleitet. — Nach FRANK soll bei absolut untauglichem 0 b j e kt, wo wirklich stets „Mangel am Tatbestand“ vorliegt, dennoch Strafbarkeit eintreten, wenn sich das Objekt (der Mensch, die Sache) an einem anderen Orte befand (Kritik• Eine objektive Bedingung der Strafbarkeit, die mit Tat und Schuld nichts zu tun hat). Andere, z. B. Graf DomsA, legen beim untauglichen Mittel das Gewicht auf konkrete Gefährlichkeit (Kritik: Das ist insoweit Gefährlichkeitstheorie); vgl. näher Strafr. II, 435/36.Google Scholar
  86. 7.
    Vgl. oben S. 147.Google Scholar
  87. 8.
    So auch das RG. E. 42, 92; 47, 190. Wenig glücklich ist es daher, Fälle straflosen untauglichen Versuchs „Putativdelikt“ zu nennen. Und geradezu falsch die Behauptung: Irgendein Fall sei „Putativdelikt”, deshalb kein Versuch; vgl. oben S. 147, Anm. 7; dazu Strafr. II, 436.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • Robert v. Hippel
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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