Advertisement

Dogmatische Grundlagen

  • Michael JuhasEmail author
Chapter
  • 16 Downloads

Zusammenfassung

Unter dem Begriff der Selbstbegünstigung werden zwei Arten von selbstbegünstigendem Verhalten zusammenfasst: einerseits die sachliche Selbstbegünstigung, andererseits die persönliche Selbstbegünstigung. Grundlegendes Unterscheidungskriterium ist dabei die Intention des Täters. Bei der sachlichen Selbstbegünstigung, vor allem früher auch unechte Selbstbegünstigung genannt, geht es dem Täter darum, die Vorteile der Vortat zu sichern oder diese zu verwerten, während sich der Täter im Falle der persönlichen Selbstbegünstigung vor Strafverfolgung schützen möchte und letztendlich seiner Überführung und Bestrafung entgehen will. Typische Fälle der sachlichen (Dritt-)Begünstigung, auf Spanisch encubrimiento material, sind dabei insbesondere die Begünstigung, § 257 StGB bzw. Art. 451 Nr. 1, die Hehlerei, § 259 StGB bzw. la receptación Art. 298 CP sowie grundsätzlich auch die Geldwäsche, § 261 StGB bzw. el blanqueo de capitales, Art. 301 CP. Die persönliche Begünstigung umfasst hingegen insbesondere Fälle der Strafvereitelung, die im deutschen StGB in § 258, in Spanien in Art. 451 Nr. 2 und 3 CP geregelt ist und dort als encubrimiento personal bezeichnet wird, insbesondere die Flucht vom Tatort, das Leugnen der Tat und das Beiseiteschaffen von Beweisen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Der/die Herausgeber bzw. der/die Autor(en), exklusiv lizenziert durch Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Juristische FakultätLudwig-Maximilians-Universität MünchenMünchenDeutschland

Personalised recommendations