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Open Space: Räumliche, zeitliche und soziale Flexibilisierung der Bürowelt als Antwort auf die Herausforderungen von Arbeit 4.0 – Empirische Befunde

  • Theresa ArnoldEmail author
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Part of the Sozialwissenschaften und Berufspraxis book series (SUB)

Zusammenfassung

Voneinander Lernen, gegenseitige Inspiration, interaktiver Austausch und innovative Lösungen: Unternehmen tendieren in letzter Zeit verstärkt zu neuen Raumkonzepten zur Gestaltung agiler und flexibler Arbeitsflächen (Die Berliner Smart City Vision. Eine diskursanalytische Zukunftsforschung, Institut Futur, Berlin, 2017). Diese lassen sich als Open Space-Büros begreifen, die als offene und flexible Arbeitslandschaft konzipiert sind (Arbeit der Zukunft: Digital, multilokal, dynamisch. Thesen und Gestaltungsansätze für den Arbeitsplatz der Zukunft, ISF München, München, 2018). Der vorliegende Beitrag stellt die Ergebnisse einer empirischen Forschungsarbeit dar, in welcher das Phänomen „Open Space“ aus arbeitssoziologischer Perspektive untersucht wird. Dabei geht es um die Praxis von Open Space: Welche Motive und Gründe sehen Unternehmen für die Einführung dieser Büros? Wie gestalten die Beschäftigten ihre Arbeit unter den arbeitsorganisatorischen Veränderungen? Welche Herausforderungen ergeben sich hier für die Beschäftigten und wie werden diese gelöst? Diese Fragen werden anhand der empirischen Datengrundlage (Interviews mit Beschäftigten und ChangebegleiterInnen) beantwortet. Im Umgang mit der veränderten Arbeitsumgebung lassen sich Spannungsfelder herausarbeiten, die abschließend unter Berücksichtigung arbeitssoziologischer Theorien und von Konzepten der Subjektivierung von Arbeit diskutiert werden.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Frankfurt am MainDeutschland

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