Advertisement

Kompetenzorientierung in der Entrepreneurship Education

Wie kann die unternehmerische Kompetenz operationalisiert werden?
  • Ute GreweEmail author
  • Taiga Brahm
Chapter

Zusammenfassung

Unternehmerische Kompetenzen können von den Lernenden beispielsweise durch das selbstständige Erarbeiten von Lerninhalten oder den Einsatz von Schülerfirmen entwickelt werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die individuelle Entwicklung unternehmerischer Kompetenzen durch die kompetenzorientierte Gestaltung von Unterricht unterstützt und gefördert werden kann. Zunächst stellt sich aus theoretischer Perspektive die Frage, welche Kompetenzen im Rahmen einer Entrepreneurship Education zu entwickeln sind. Im Beitrag soll dazu ein neu entwickelter, theoretisch fundierter Kompetenzrahmen vorgestellt werden. Der Rahmen zeichnet sich dadurch aus, dass eine Vielzahl von Kompetenzbereichen des wirtschaftlichen Wissens und Handelns in drei Ebenen strukturiert wurden: die wirtschaftliche, die persönliche und die Team-Ebene. Die im Kompetenzrahmen generierten Konstrukte wurden für weitere empirische Forschung operationalisiert. Mit Hilfe einer quantitativen Befragung kann beispielsweise untersucht werden, ob eine Maßnahme der Entrepreneurship Education zur Entwicklung unternehmerischer Kompetenzen beiträgt.

Literatur

  1. Aff, J., & Lindner, J. (2005). Entrepreneurship zwischen „small und big ideas“: Markierung einer Entrepreneurship Education an wirtschaftsberuflichen Vollzeitschulen. In J. Aff & A. Hahn (Hrsg.), Entrepreneurship-Erziehung und Begabungsförderung an wirtschaftsberuflichen Vollzeitschulen: Darstellung curricularer und theoretischer Überlegungen sowie empirischer Befunde und Handlungsempfehlungen eines Modellversuchs (S. 83–137). Bozen: Studien.Google Scholar
  2. Bacigalupo, M., Kampylis, P., Punie, Y., & Van den Brande, G. (2016). EntreComp: The entrepreneurship competence framework. Luxembourg: Publication Office of the European Union.Google Scholar
  3. Bijedić, T. (2013). Entwicklung unternehmerischer Persönlichkeit im Rahmen einer Entrepreneurship Education: didaktische Lehr-Lern-Konzeption und empirische Analyse für die Sekundarstufe II (Flensburger Schriften zu Unternehmertum und Mittelstand, 1. Aufl.). München/Mering: Hampp.Google Scholar
  4. Bonnett, C., & Furnham, A. (1991). Who wants to be an entrepreneur? A study of adolescents interested in a young enterprise scheme. Journal of Economic Psychology, 12, 465–478.CrossRefGoogle Scholar
  5. Boyles, T. (2012). 21st century knowledge, skills and abilities and entrepreneurial competencies: A model for undergraduate entrepreneurship education. Journal of Entrepreneurship Education, 15, 41–55.Google Scholar
  6. Braukmann, U., Bijedić, T., & Schneider, D. (2008). „Unternehmerische Persönlichkeit“ – eine theoretische Rekonstruktion und nominaldefinitorische Konturierung. Schumpeter Discussion Papers, 2008-003, (S. 1–22).Google Scholar
  7. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (2010). Unternehmergeist in die Schulen?! Ergebnisse aus der Inmit-Studie zu Entrepreneurship Education-Projekten an deutschen Schulen. Berlin: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.Google Scholar
  8. De Haan, G., Grundmann, D., & Plesse, M. (2009). Nachhaltige Schülerfirmen. Berlin. http://bso.bildung.hessen.de/schuelerfirmen/Nachhaltige_Schuelerfirmen_Explorationsstudie.pdf. Zugegriffen am 24.07.2018.
  9. EACEA. (2012). Entrepreneurship education at school in europe. National strategies, curricula and learning outcomes. Brüssel: Publications Office of the European Union.Google Scholar
  10. Egbert, B. (2014). Unternehmerische Kompetenz als Zielkategorie der Ökonomischen Bildung in der Sekundarstufe I – zur Notwendigkeit einer forschungsbasierten Fachdidaktik. In T. Retzmann (Hrsg.), Ökonomische Allgemeinbildung in der Sekundarstufe I und Primarstufe: Konzepte, Analysen, Studien und empirische Befunde (S. 161–173). Schwalbach/Ts: WOCHENSCHAU.Google Scholar
  11. Encyclopedia of Small Business. (o. J.). Entrepreneurship. http://www.referenceforbusiness.com/small/Di-Eq/Entrepreneurship.html. Zugegriffen am 24.07.2018.
  12. Erpenbeck, J., & Sauter, W. (2013). So werden wir lernen! Kompetenzentwicklung in einer Welt fühlender Computer, kluger Wolken und sinnsuchender Netze. Berlin/Heidelberg: Springer Gabler.Google Scholar
  13. Euler, M. (2012). Born or made – Kann Entrepreneurship gelehrt werden? In T. Retzmann (Hrsg.), Entrepreneurship und Arbeitnehmerorientierung: Leitbilder und Konzepte für die ökonomische Bildung in der Schule (S. 66–76). Schwalbach/Ts: WOCHENSCHAU.Google Scholar
  14. Euler, D., & Hahn, A. (2014). Wirtschaftsdidaktik (3. Aufl.). Bern: Haupt.Google Scholar
  15. Europäische Kommission. (2006, o.S.). Empfehlung 2006/962/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen (Amtsblatt L 394 vom 30.12.2006) (S. 10–18). http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=LEGISSUM%3Ac11090. Zugegriffen am 24.07.2018.
  16. Jaroschinsky, A., & Rózsa, J. (2015). Kompetenzorientierte Didaktik der Entrepreneurship Education. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 10(3), 113–127.CrossRefGoogle Scholar
  17. Kirchner, V., & Loerwald, D. (2014). Entrepreneurship Education in der ökonomischen Bildung: Eine fachdidaktische Konzeption für den Wirtschaftsunterricht. Hamburg: Joachim Herz Stiftung.Google Scholar
  18. Klieme, E., Maag-Merki, K., & Hartig, J. (2007). Kompetenzbegriff und Bedeutung von Kompetenzen im Bildungswesen. In Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.), Möglichkeiten und Voraussetzungen technologiebasierter Kompetenzdiagnostik: Eine Expertise im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (S. 5–15). Bonn/Berlin: BMBF.Google Scholar
  19. Koch, E. (2017). Globalisierung: Wirtschaft und Politik: Chancen – Risiken – Antworten (2. aktualisierte und erweiterte. Aufl.). Wiesbaden: Springer Gabler.CrossRefGoogle Scholar
  20. Kommission der Europäischen Gemeinschaften. (2006). Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. http://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=celex%3A52006DC0033. Zugegriffen am 24.07.2018.
  21. Krämer, J. (2008). Die Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens im Zuge einer Entrepreneurship Education. In B. Remmele, G. Seeber, & M. Schmette (Hrsg.), Educating Entrepreneurship: Didaktische Ansätze und europäische Perspektiven (S. 75–88). Wiesbaden: Deutscher Universitäts.CrossRefGoogle Scholar
  22. Kucel, A., Róbert, P., Buil, M., & Masferrer, N. (2016). Entrepreneurial skills and education-job matching of higher education graduates. European Journal of Education, 51, 73–89.CrossRefGoogle Scholar
  23. Ladenthin, V. (2011). Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit. Profil, Mitgliederzeitung des Deutschen Philologenverbandes, 9, 1–6.Google Scholar
  24. Lindner, J. (2015a). Entrepreneurship Education für Jugendliche. GW-Unterricht, 4, 39–49.Google Scholar
  25. Lindner, J. (2015b). Misch dich ein – Entrepreneurship Education an der Schnittstelle zur Politischen Bildung. In G. Diendorfer, P. Hladschik, & A. Lechner-Amante (Hrsg.), Schriftenreihe der Interessensgemeinschaft politische Bildung. Bildungsfragen: Europa und ökonomisches Lernen (S. 94–101). Schwalbach/Ts: WOCHENSCHAU.Google Scholar
  26. Man, T. W. Y., Lau, T., & Chan, K. F. (2002). The competitiveness of small and medium enterprises: A conceptualization with focus on entrepreneurial competencies. Journal of Business Venturing, 17(2), 123–142.CrossRefGoogle Scholar
  27. Mandl, H., & Hense, J. U. (2004). Lernen unternehmerisch denken: Das Projekt Tatfunk (Forschungsbericht Nr. 169). München: Ludwig-Maximilians-Universität. https://epub.ub.uni-muenchen.de/362/1/FB_169.pdf. Zugegriffen am 24.07.2018.
  28. Mittelstädt, E., & Wiepcke, C. (2013). Einführung Gründungserziehung. In H. König, B. Hilbert, E. Mittelstädt, & C. Wiepcke (Hrsg.), Ökonomie unterrichten. Die Schülerfirma. Didaktischer Leitfaden zur Existenzgründung (S. 10–34). Schwalbach/Ts: WOCHENSCHAU.Google Scholar
  29. Mulder, M., Lans, T., Verstegen, J., Biemans, H., & Meijer, Y. (2007). Competence development of entrepreneurs in innovative horticulture. Journal of Workplace Learning, 19(1), 32–44.CrossRefGoogle Scholar
  30. North, K., Reinhardt, K., & Sieber-Suter, B. (2013). Kompetenzmanagement in der Praxis: Mitarbeiterkompetenzen systematisch identifizieren, nutzen und entwickeln; mit vielen Fallbeispielen (2. überarbeitete und erweiterte. Aufl.). Wiesbaden: Springer Gabler.CrossRefGoogle Scholar
  31. Ortiz, M., & Gottwald, M. (2016). Vergleichende Kompetenzanalyse und strategische Kompetenzentwicklung: Unternehmen in Baden-Württemberg im Wandel von Märkten und Arbeitswelten. Stuttgart: Steinbeis-Edition.Google Scholar
  32. Pfadenhauer, M. (2013). Competence – More than just a buzzword and a provocative term? In S. Blömeke, O. Zlatkin-Troitschanskaia, C. Kuhn, & J. Fege (Hrsg.), Modeling and measuring competencies in higher education: Tasks and challenges (S. 81–90). Rotterdam: SensePublishers.CrossRefGoogle Scholar
  33. Pfäffli, B. K. (2005). Lehren an Hochschulen. Eine Hochschuldidaktik für den Aufbau von Wissen und Kompetenzen. Bern: Haupt.Google Scholar
  34. Rathgens, F. (2012). Eine Reflexion der Persönlichkeit im Kontext des Gründungsprozesses. In W. Fröhlich (Hrsg.), Unternehmensgründung und Persönlichkeit (S. 21–41). München: Rainer Hampp.Google Scholar
  35. Retzmann, T., & Hausmann, V. (2012). Wie lässt sich unternehmerisches Denken messen? Überlegungen zur Konstruktion eines standardisierten Tests. In T. Retzmann (Hrsg.), Entrepreneurship und Arbeitnehmerorientierung. Leitbilder und Konzepte für die ökonomische Bildung in der Schule (S. 50–65). Schwalbach/Ts: WOCHENSCHAU.Google Scholar
  36. Rueda Cevallos, A. F. (2011). Der unternehmerische Erfolg von Gründern aus der Arbeitslosigkeit. Wien: Universität Wien.Google Scholar
  37. Seeber, G., Retzmann, T., Remmele, B., & Jongebloed, H. (2012). Bildungsstandards der ökonomischen Allgemeinbildung: Kompetenzmodell, Aufgaben, Handlungsempfehlungen. Schwalbach/Ts: WOCHENSCHAU.Google Scholar
  38. Sonntag, K., & Schaper, N. (2006). Förderung beruflicher Handlungskompetenz. In K. Sonntag (Hrsg.), Personalentwicklung in Organisationen (3. Aufl., S. 270–311). Göttingen: Hogrefe.Google Scholar
  39. Sternberg, R., & von Bloh, J. (2017). Global Entrepreneurship Monitor (GEM). Länderbericht Deutschland 2016. Hannover/Nürnberg: Global Entrepreneurship Research Association.Google Scholar
  40. Stevenson, H., & Gumpert, D. (1985). The heart of entrepreneurship. Harvard Business Review, 63, 85–94.Google Scholar
  41. Uebe-Emden, N. (2007). Ergebnisse einer empirischen Studie zur Entrepreneurship in der Bedeutung von Unternehmereigenschaften. In P. Letmathe, J. Eigler, T. Heupel, D. Kathan, & F. Welter (Hrsg.), Management kleiner und mittlerer Unternehmen: Stand und Perspektiven der KMU-Forschung (S. 79–95). Wiesbaden: Deutscher Universitäts.Google Scholar
  42. Weinert, F. (2001). Leistungsmessungen in Schulen. Weinheim/Basel: Beltz.Google Scholar
  43. Wiepcke, C. (2008). Entrepreneurship Education im Fokus von Employability und Nachhaltigkeit. In D. Loerwald, M. Wiesweg, & A. Zoerner (Hrsg.), Ökonomik und Gesellschaft: Festschrift für Gerd-Jan Krol (S. 267–281). Wiesbaden: Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  44. Wilson, K. (2008). Entrepreneurship education in Europe. In J. Potter (Hrsg.), Entrepreneurship and higher education (S. 119–138). Paris: OECD Publishing.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Eberhard Karls Universität TübingenTübingenDeutschland

Personalised recommendations