Advertisement

IT als interdisziplinäre Schlüsselqualifikation

  • Holger RustEmail author
Chapter

Zusammenfassung

In der öffentlichen Diskussion um die Potenziale und Ziele der Datenwirtschaft und ihrer Folgen für den Alltag ist eine Neuorientierung unerlässlich. Diese Forderung resultiert nicht allein aus sozialpolitischen oder ethischen Erwägungen, sondern betrifft unmittelbar wirtschaftliche Gestaltungsoptionen. Im Kapitel über die Medienberichterstattung und in den Äußerungen der „Dissidenten“ der IT-Szene, die im Kapitel über Techlash zitiert werden, verdichtet sich die Besorgnis eines „latenten Konservatismus“: Innovationen folgen vielfach bereits vorgefertigten Bahnen (noch mehr Lieferservice, noch mehr Künstliche Intelligenz um ihrer selbst willen), sind also in der Regel eher inkrementell als kreativ. Die Motivation zu innovativer Gestaltung resultiert nicht aus dem Wunsch nach sinnvoll Neuem, sondern aus dem Motiv profitabler Teilhabe an der Datafizierung und an der Verengung der Wettbewerbschancen. Diese Eindimensionalität des geradezu „autistischen Digitalismus“ behindert die Lösung des Problems von Distinktionsverlusten, wie sie in Kap. 5 beschrieben sind.

Literatur

  1. Boyd D. & Crawford K. (2012). Critical Questions for Big Data. In: Information, Communication & Society 15, 5, 662–679CrossRefGoogle Scholar
  2. Mayer-Schönberger & Cukier (2013): Big Data: Die Revolution, die unser Leben verändern wird. München: Redline VerlagGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.AumühleDeutschland

Personalised recommendations