Advertisement

Die Eurokrise pp 139-170 | Cite as

Die Bankenunion: vom Bail-out zum Bail-in

  • Jeroen Dijsselbloem
Chapter

Zusammenfassung

In den Jahren 2011 und 2012 kam man immer mehr zu dem Schluss, dass sich die Krise im Euroraum aufgrund der Verflechtungen zwischen Regierungen und Banken in den einzelnen Ländern verschärft hatte. Denn wenn eine Bank in Schwierigkeiten geriet, musste sie mit öffentlichen Mitteln rekapitalisiert werden, dies setzte die Staatsfinanzen unter Druck. Umgekehrt mussten die Banken bei schlechtem Zustand der öffentlichen Finanzen höhere Zinsen zahlen. Nicht selten wurden die Banken unter dem politischen Druck zu den Hauptabnehmern der Staatsanleihen eines Landes, wenn dessen Regierung auf den internationalen Märkten nur noch schwer Kredite erhielt. Kurz: Es war ein Teufelskreis. Dieser Mechanismus trat in jedem Euroland in Erscheinung, am deutlichsten dort, wo es Hilfsprogramme gab, also in Ländern wie Griechenland, Irland und Spanien.

Literatur

  1. 1.
    o. Verf. (2012) Vertrag zur Einrichtung des europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Bundesfinanzministerium, 27. Januar 2012. https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Europa/Stabilisierung_des_Euro/Finanzhilfemechanismen/2012-01-27-esm-anl.pdf?__blob=publicationFile&. Zugegriffen: 03. Juli 2019
  2. 2.
    Van Rompuy H (2012) Auf dem Weg zu einer echten Wirtschafts- und Währungsunion. https://www.consilium.europa.eu/media/23801/134206.pdf. Zugegriffen: 04. Juni 2019
  3. 3.
    Sandbu M (2017) Banking union will transform Europe‘s politics. Financial Times, 25. Juli 2017. https://www.ft.com/content/984da184-711c-11e7-aca6-c6bd07df1a3c. Zugegriffen: 14. Juni 2019

Copyright information

© Der/die Herausgeber bzw. der/die Autor(en), exklusiv lizenziert durch Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Jeroen Dijsselbloem
    • 1
  1. 1.WageningenNiederlande

Personalised recommendations