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Die Aufhebung der Lebensmittelindustrie

  • Jürgen MichalzikEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Das Aufheben hat in der deutschen Sprache seit Hegel eine vielfache Bedeutung: zum einen bezeichnet aufheben einen Vorgang, um etwas näher an sich heranzuholen, damit man es besser betrachten, verstehen und beurteilen kann. Gleichzeitig bezeichnet aufheben auch das Beenden, das Überwinden einer vorgefundenen Situation. Aufheben heißt aber auch, etwas auf eine neue, höhere (und hoffentlich bessere) Stufe zu bringen. In diesem Sinne soll der Beitrag „Die Aufhebung der Lebensmittelindustrie“ dabei helfen, die Lebensmittelindustrie im hegelschen Sinn aufzuheben. Also aus sich heraus und gefordert und gefördert durch konstruktive Impulse von außen sich weiter zu entwickeln – von „böse“ zu „gut“. Wie das Feindbild „böse Lebensmittelindustrie“ entstanden ist. Mit den sozialen und politischen Ausläufern der 68er Studentenbewegung sind weitere gesellschaftliche und insbesondere persönlich gestaltbare Lebensbereiche in den Fokus von Veränderung gerückt: Dazu zählen sicherlich auch die alternativen Landkommunen mit ihrem Anspruch auf ein einfaches, selbstversorgtes und nicht fremdbestimmtes gemeinschaftliches Leben abseits industrieller Nahrungsmittel, Massentierhaltung, Lärm und Umweltverschmutzung. Zuerst nur abseits der Ballungsgebiete angesiedelt, dann aber schon bald als frühe Organisations- und Vertriebsform sind selbstverwaltete Food-Kooperativen als Vorläufer der späteren Bioläden auch in den Städten entstanden. So gesehen war die alternative Bio-Bewegung in ihren Anfängen immer auch ein politischer, anprangernder Gegenentwurf zu industriell erzeugten Lebensmitteln und die Suche nach einem anderen, nicht fremdbestimmtem Wirtschaften und Handeln. In den Augen und im Selbstverständnis der ersten Bio-Anhänger – und nicht nur der ersten Generation – waren die vorherrschende Erzeugung und die Vertriebsformen von Lebensmitteln und die Lebensmittelindustrie selber zweifelsfrei „böse“!

Literatur

  1. Spiegel online/Spiegel+, Neue „Firma“ Share von Marcel Rosenbach, Simone Salden vom 14.09.2018 Spiegel Ausgabe im Text erwähnt, online-nachrichten des Spiegel unter https://spiegel.de

Weiterführende Literatur

  1. Discounter Penny – zitiert nach Handelsblatt vom 18.04.2016 auf https://www.handelsblatt.com ‚Unternehmen‘ Handel + Konsumgüter
  2. Millennials im Supermarkt – Trends und Umbrüche im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel, Studie von Roland Berger, 10.09.2018 https://www.rolandberger.com/de/Media/Lebensmitteleinzelhandel-Millennials-sind-lohnende-Zielgruppe-verlangen-aber-i.html
  3. Nestle Deutschland AG, GOOD Magazin für Zukunftsfragen 2016; die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus dem Cover dieses Magazin https://www.nestle.de/unternehmen/publikationen/zukunftsmagazin-good
  4. Pressemeldung und Content auf https://www.springboardbrands.com
  5. Pressemeldung und Content auf https://www.spar.at ‚Themenwelten‘ Young & Urban
  6. Pressemeldung und Content auf https://nextorganic.de/startup-award/ und pressemitteilung-gewinner-des-next-organic-startup-awards-2018
  7. Real Unternehmenskommunikation, Pressemeldung vom 04.07.2018 https://www.real.de/presse/pressemitteilungen/

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.JAM ConsultFrankfurt am MainDeutschland

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