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Solidarität, soziale Tatsachen, Kollektivbewusstsein (Emile Durkheim)

  • Heinz AbelsEmail author
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Zusammenfassung

Der französische Soziologe Emile Durkheim (1858–1917) wollte eine Theorie des Sozialen entwerfen. Seine These war, dass es in jeder Gesellschaft kollektive Vorstellungen des Guten (Werte) und zugleich Vorstellungen des Richtigen (Normen) gibt. Sie sind soziale Tatsachen, die außerhalb unserer Person existieren. Sie sind im kollektiven Bewusstsein verankert und drängen sich einem jeden auf, „er mag wollen oder nicht.” Der Begriff des Kollektivbewusstseins meint das, was in der Gesellschaft als Vorstellung des Verbindenden und Verbindlichen existiert und an dem jedes einzelne Bewusstsein teilhat. Das kollektive Bewusstsein wird uns im Prozess der Sozialisation nahegebracht. Es regelt das Handeln der Individuen, ohne dass es in jeder Situation einer expliziten Abstimmung der Gründe und Ziele des Handelns bedürfte. Die Individuen fügen sich den gesellschaftlichen Vorstellungen und Regelungen angemessenen und gebotenen normalen Handelns, weil Konformität die leichteste soziale Anerkennung findet.

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Fernuniversität in HagenHagenDeutschland

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