Advertisement

Interaktionssysteme, Kommunikation, wechselseitige Wahrnehmung (Niklas Luhmann)

  • Heinz AbelsEmail author
Chapter
  • 333 Downloads

Zusammenfassung

Niklas Luhmann (1927–1998) war von Hause aus Jurist und fand erst während seiner Verwaltungstätigkeit zur Soziologie, indem er sich für ein Jahr zum Studium in Harvard bei Talcott Parsons beurlauben ließ. Auf die selbstgestellte Frage, was das Soziale ist und wie es funktioniert, gab er eine Antwort mit seiner Theorie sozialer Systeme. Soziale Systeme entstehen, sobald Kommunikation unter Menschen stattfindet. Soziale Systeme dienen dazu, die Komplexität der Welt zu reduzieren und „sinnhafte Beziehungen zwischen Handlungen von Menschen“ herzustellen. Als einen der wichtigsten Schwerpunkte soziologischer Theoriebildung sah Luhmann deshalb „die Theorie des Interaktionsverhaltens oder der symbolisch vermittelten Interaktion“ an. Dass Menschen überhaupt Beziehungen zueinander aufnehmen können, setzt voraus, dass sie Erwartungen an Verhalten symbolisch generalisieren.

Literatur

  1. Kieserling, A. (1999). Kommunikation unter Anwesenden. Studien über Interaktionssysteme. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  2. Luhmann, N. (1965). Grundrechte als Institution. Ein Beitrag zur politischen Soziologie. Berlin: Duncker & Humblot.Google Scholar
  3. Luhmann, N. (1967). Soziologie als Theorie sozialer Systeme. In: N. Luhmann (1970a). Soziologische Aufklärung 1. Aufsätze zu einer Theorie sozialer Systeme. Opladen: Westdeutscher Verlag (5. Aufl. 1984).Google Scholar
  4. Luhmann, N. (1968). Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität. Stuttgart: Enke (3. Aufl. 1989).Google Scholar
  5. Luhmann, N. (1971). Sinn als Grundbegriff der Soziologie. In: J. Habermas & N. Luhmann (1971): Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie – Was leistet die Systemforschung? Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  6. Luhmann, N. (1972). Rechtssoziologie. Reinbek: Rowohlt.Google Scholar
  7. Luhmann, N. (1975c). Interaktion, Organisation, Gesellschaft. In: N. Luhmann (1975). Soziologische Aufklärung 2. Aufsätze zur Theorie der Gesellschaft. Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  8. Luhmann, N. (1981a). Wie ist soziale Ordnung möglich? In: N. Luhmann (1981). Gesellschaftsstruktur und Semantik. Studien zur Wissenssoziologie der modernen Gesellschaft, Bd. 2. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  9. Luhmann, N. (1981b). Soziologische Aufklärung 3. Soziales System, Gesellschaft, Organisation. Opladen: Westdeutscher Verlag (3. Aufl. 1993).Google Scholar
  10. Luhmann, N. (1981c). Vorbemerkungen zu einer Theorie sozialer Systeme. In: N. Luhmann (1981b).Google Scholar
  11. Luhmann, N. (1981d). Die Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation. In: N. Luhmann (1981b).Google Scholar
  12. Luhmann, N. (1984). Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  13. Luhmann, N. (1987a). Was ist Kommunikation? In: N. Luhmann (1995). Soziologische Aufklärung 6: Die Soziologie und der Mensch. Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  14. Luhmann, N. (1997). Die Gesellschaft der Gesellschaft, 2 Bde. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  15. Miebach, B. (2006). Soziologische Handlungstheorie. Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag (2., grundlegend überarbeitete und aktualisierte Aufl.).Google Scholar
  16. Münch, R. (2004). Soziologische Theorie. Bd. 3: Gesellschaftstheorie, Frankfurt a. M.: Campus.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Fernuniversität in HagenHagenDeutschland

Personalised recommendations