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Arbeitsbezogene und individuelle Ressourcen im Rückkehrprozess

  • Eike Christoph WindscheidEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Anhand der Erfahrungen von Rückkehrern und Kollegen sowie dem Handeln von Führungskräften lassen sich sowohl spezifische normalisierungs-, status- bzw. arbeitsqualitative sowie nachhaltigkeitsbezogene Interessen der Arbeitsplatzakteure an das Management von Rückkehrvorgängen in Fällen psychischer Erkrankungen nachzeichnen. Wie im Hinblick auf die zugrundeliegende sozialtheoretische Betrachtung der Rückkehr an den Arbeitsplatz als komplexer Krisen- und Veränderungsprozess, der zwischen unterschiedlichen Stakeholdergruppen im Hinblick auf die Wiederherstellung von Normalität, die Sicherung von Status und Arbeitsqualität sowie die Organisation von Nachhaltigkeit verhandelt wird (vgl. Kap. 2.1; Schütz 1972; Esser 2001) erwartet werden konnte, bestehen insbesondere vor dem Hintergrund psychischer Erkrankungen (vgl. Kap. 3.2; Gaebel et al. 2004; Finzen 2013) konkrete Problemfelder und Interessenkonflikte, die die betriebliche Wiedereingliederungsorganisation überzeichnen und hohe Anforderungen an ein adäquates Eingliederungsmanagement stellen (vgl. Kap. 8.4). Gleichwohl die Analyse des empirischen Materials potenzielle ertragreiche Lösungsstrategien für die Bearbeitung von Widersprüchen zwischen Stakeholderinteressen aufgezeigt hat, ist eine offene Frage, ob und inwiefern strukturelle Unterschiede im Hinblick auf den Umgang der relevanten Akteure mit Abwesenheit und Rückkehr einhergehenden persönlichen sowie arbeitsbezogenen Veränderungen (vgl. Kap. 3.2.2; 4.2), genauer: im Hinblick auf die Erwartung an und die Erfahrung von (fairen) Verteilungen bzw. Verfahren sowie Interaktionen (vgl. Kap. 5; Lengfeld/Liebeig 2003; Luhmann 1983) bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz nach psychischer Erkrankung bestehen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.BambergDeutschland

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