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Wirtschaft, Sozialordnung und Interessenvertretung

  • Gustav Auernheimer
Chapter

Zusammenfassung

Zu den ersten beiden Punkten wird ein allgemeiner Überblick geliefert, teilweise als Ergänzung von vorhergehenden Stellen. Bei Behandlung der ökonomischen Interessenvertretung stehen die Gewerkschaften im Mittelpunkt. Ihre wichtigsten Merkmale sind bestimmt durch schwache Industrialisierung, Vorherrschen von Kleinbetrieben, organisatorische Zersplitterung und Abhängigkeit von Staat und Parteien. Trotzdem konnten sich vor allem die relativ starken Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in zentralen Fragen durchsetzen, z. B. bei den Versuchen zu einer Rentenreform 2001. Eingegangen wird des Weiteren auf die Restriktionen, denen gewerkschaftliche Aktivität in der Wirtschaftskrise unterliegt. Die Unternehmerorganisationen sind zwar ebenfalls von einer Fragmentierung gekennzeichnet, aber nicht so stark wie die Arbeitnehmervertretungen. Sie konnten sich auch in größerem Maße staatsunabhängig halten, was vor allem für den Industriellenverband gilt. Zudem profilierten sich die Arbeitgeberverbände in dem von der EU geförderten Dialog der Interessengruppen.

Schlüsselwörter

Wirtschaft Sozialordnung Interessenvertretung Korporatismus Gewerkschaften Arbeitgeberverbände Tarifpolitik 

Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Gustav Auernheimer
    • 1
  1. 1.Institut für Politische WissenschaftUniversität Erlangen-NürnbergErlangenDeutschland

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