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Ethnologische Beiträge zu Infrastrukturprojekten: Die Umsetzung der Safeguards von Weltbank und Asiatischer Entwicklungsbank in Theorie und Praxis

  • Frank Bliss
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Abstract

Vor rund 20 Jahren hat die Weltbank angesichts erheblicher Kritik an den sozialen Folgen von Umsiedlungsmaßnahmen vor allem beim Bau von großen Staudämmen ein Paket von Schutzmaßnahmen erlassen, ohne deren Berücksichtigung Infrastrukturprojekte nicht mehr geplant und durchgeführt werden dürfen. Mit Blick auf soziale und ökonomische Auswirkungen sind diese „Safeguards“ vor allem in den drei Bereichen “Involuntary Resettlement“, „Indigenous People“ und „Cultural Property“ relevant, weswegen sie mehrfach angepasst und auch von den anderen (regionalen) Entwicklungsbanken, allen voran der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) weitestgehend übernommen wurden. In dem Beitrag werden die Safeguards von Weltbank und ADB kurz vorgestellt (Ausgangssituation, Ziele, Inhalte, Vorgaben zur Umsetzung) und anschließend anhand von Fallbeispielen Fragen der praktischen Umsetzung diskutiert sowie Empfehlungen für die Fortentwicklung der Safeguards vorgestellt. Die Darstellung erfolgt aus ethnologischer Sicht, bei der (möglicherweise) mehr als bei anderen fachlichen Hintergründen Empathie für die Betroffenen von Infrastrukturprojekten und ethische Aspekte eine besondere Rolle spielen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Frank Bliss
    • 1
  1. 1.Bliss & Gaesing ConsultingRemagenGermany

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