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Partizipative Risikoanalyse als Einsatzbereich der anwendungsorientierten Ethnologie

  • Stephanie Stocker
Chapter

Abstract

Unter Bewohnern von Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtungen gelten Frauen, Kinder und Jugendliche als besonders schutzbedürftige Personengruppen. Fehlende Privatsphäre, Respektlosigkeit oder gar sexuelle übergriffe verschärfen ihre instabile psychosoziale Situation. Auf einer Liegenschaft im Rhein-Neckar-Kreis (Baden-Württemberg) möchten die örtlichen Sozialverbände daher ein einrichtungsinternes Schutzkonzept schaffen. Für Ethnolog*innen bietet dieses Vorhaben einen vielfältigen Anwendungsbereich, da das Projekt zugleich teilnehmende, analytische und konzeptionelle Methoden verbindet: Durch partizipative Risikoanalyse werden zunächst die Bedarfe von Frauen, Kindern und Jugendlichen erfaßt. Nach dieser Bestandsaufnahme entwickeln die zuständigen Teams Strategien zur Etablierung sogenannter Schutzräume. Im Stil eines Monitoringßystems sollen die erarbeiteten Maßnahmen schließlich eingeführt, beobachtet und überprüft werden. In allen Phasen steht die regelmäßige Sensibilisierung der Akteure auf der Liegenschaft im Vordergrund. Aus Perspektive der Verbände sowie der Bewohner*innen stellt der folgende Artikel die einzelnen Stationen, Probleme und Erfolge des Schutzkonzept-Programms dar und untersucht damit ein anschauliches und aktuelles Arbeitsfeld der anwendungsorientierten Ethnologie. Ferner wird diskutiert, welchen Beitrag die Einsichten in das Projekt für die Theorienbildung des Faches liefern.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Stephanie Stocker
    • 1
  1. 1.GeschäftsstelleDRK-Kreisverband Mannheim e.V.MannheimGermany

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