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Ethnographie in der Evaluation – Mögliche Anknüpfungspunkte und Differenzen

  • Ute Marie Metje
Chapter

Abstract

Der Soziologe Ian Shaw nennt schon 1999 in seiner Abhandlung über „Qualitative Evaluation“ die Praxis der Feldforschung als gute Voraußetzung für Evaluationen, und zitiert Lee Cronbachs Forderung von vor 40 Jahren: „What the evaluation field needs is a good social anthropologist“ (Shaw 1999:1). Vor diesem Hintergrund gehe ich der Frage nach, ob die Ethnographie und ethnologische Kompetenzen und Perspektiven stärker in Evaluationen eingebracht werden können. Dabei lege ich den Fokus auf die produktiven Spannungen zwischen Ethnographie und Evaluation und damit auf sich gegenseitig beeinflußende, aber auch differierende Aspekte beider Verfahren. Zwar unterscheiden sich die Rahmenbedingungen der akademischen ethnologischen Forschung von denen der Evaluation, trotzdem laßen sich einzelne Elemente und methodische Ansätze aus der Ethnologie in der Evaluation einsetzen. Insbesondere der ethnographische Zugang birgt Potential, um die verschiedenen Parteien zu Wort kommen zu laßen, um ggf. über die Fragen der Auftraggebenden hinauszudenken und mittels der Außensicht entdeckend und explorativ vorzugehen, abgegrenzte Entitäten, bspw. Projekte, Programme oder Organisationen, detailliert zu erfaßen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Ute Marie Metje
    • 1
  1. 1.Evaluation und BeratungHamburgGermany

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