Advertisement

Die internationale Schutzverantwortung

Anhaltspunkt für eine Ethik des gerechten Friedens?
  • Ines-Jacqueline WerknerEmail author
Chapter
Part of the Gerechter Frieden book series (GEFR)

Zusammenfassung

Die internationale Schutzverantwortung (Responsibility to Protect, R2P) hat wie kaum ein anderes Konzept in nur kurzer Zeit Eingang in die internationale Politik gefunden, begleitet von kontroversen politischen und ethischen Debatten, die bis heute anhalten. Während Befürworter einer Responsibility to Protect die Aufwertung individueller Menschenrechte gegenüber Staatsrechten in Anschlag bringen und in der R2P einen Weg sehen, bedrohte Menschen zu schützen, befürchten ihre Kritiker eine weitere Aushöhlung des internationalen Interventions- und Gewaltverbotes. Und wieder andere kritisieren, dass selbst im Falle eines Konsenses die Frage nach der Umsetzung weiterhin offen bleibe (vgl. Wittig 2008, S. 98).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Brenner, Thorsten. 2012. Brasilien als Normunternehmer: die „Responsibility While Protecting“. Vereinte Nationen (6): 251–256.Google Scholar
  2. Daase, Christopher. 2013. Die Legalisierung der Legitimität – Zur Kritik der Schutzverantwortung als emerging norm. Die Friedens-WarteInternationale Schutzverantwortung – Normative Erwartungen und politische Praxis“ 88 (1-2): 41–62 (auch: https://www.sicherheitspolitik-blog.de/2013/09/04/die-legalisierung-der-legitimitaet/. Zugegriffen: 19. Dezember 2018).
  3. Enns, Fernando. 2012. Ökumene und Frieden. Bewährungsfelder ökumenischer Theologie. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlagsgesellschaft.Google Scholar
  4. Haedrich, Martina. 2012. Responsibility to Protect – eine neue Rechtsfigur des Völkerrechts? Kritische Reflexionen am Beispiel Libyens. In Interventionen zum Schutz der Zivilbevölkerung? Herausforderungen und Dilemmata in Zeiten der Responsibility to Protect (RtoP). Beiträge zum Parlamentarischen Abend der Deutschen Stiftung Friedensforschung am 20. September 2011 in Berlin, DSF-Arbeitspapier Nr. 8, hrsg. von der DSF, 26–33. Osnabrück: DSF.Google Scholar
  5. Hoppe, Thomas und Peter Schlotter. 2017. Responsibility to Protect: Internationaler Menschenrechtsschutz und die Grenzen der Staaten souveränität. In Handbuch Friedensethik, hrsg. von Ines-Jacqueline Werkner und Klaus Ebeling, 689–701. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  6. International Commission on Intervention and State Sovereignty (ICISS). 2001. The Responsibility to Protect. Report of the International Commission on Intervention and State Sovereignty. Ottawa: International Development Research Centre.Google Scholar
  7. Justitia et Pax. 2015. Die Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft. Eine Erklärung zum Konzept der „Responsibility to Protect“. Bonn: Justitia et Pax.Google Scholar
  8. Kursawe, Janet. 2012. Der Mensch im Zentrum und als Maßstab internationaler Politik. Vom Schutz von Zivilisten bis zur staatlichen Schutzverantwortung. In Jahresbericht 2012, hrsg. von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e. V., 33–42. Heidelberg: FEST.Google Scholar
  9. Loges, Bastian. 2013. Schutz als neue Norm in den internationalen Beziehungen. Der UN-Sicherheitsrat und die Etablierung der Responsibility to Protect. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  10. Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK), Zentralausschuss. 1999. Ein Rahmenkonzept für die Dekade zur Überwindung von Gewalt. www.wcc-coe.org/wcc/dov/frame-g.html. Zugegriffen: 26. September 2015.
  11. Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK). 2006. Gefährdete Bevölkerungsgruppen: Erklärung zur Schutzpflicht. Porte Alegre: ÖRK. http://www.oikoumene.org/de/resources/documents/assembly/2006-portoalegre/1-statements-documents-adopted/international-affairs/reportfrom-the-public-issues-committee/responsibility-to-protect?set_language=de. Zugegriffen: 26. September 2015.
  12. Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK), Zentralausschuss. 2011. Botschaft der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation. Genf: ÖRK.Google Scholar
  13. Ökumenischer Rat der Kirchen, 10. Vollversammlung. 2013. Erklärung über den Weg des gerechten Friedens. Busan/Südkorea.Google Scholar
  14. Raiser, Konrad. 2015. Vom Frieden her denken. Ökumenische Impulse zur friedensethischen Diskussion. Evangelische Theologie 75 (4): 246–258.Google Scholar
  15. Staack, Michael und Dan Krause (Hrsg.). 2015. Schutzverantwortung in der Debatte. Die „Responsibility to Protect“ nach dem Libyen-Dissens. Opladen: Barbara Budrich.Google Scholar
  16. Weiss, Thomas G. 2006. R2P after 9/11 and the World Summit. Wisconsin International Law Journal 24 (3): 741–760.Google Scholar
  17. Werkner, Ines-Jacqueline. 2016. Der gerechte Frieden als neues friedensethisches Leitbild. In Frieden. Vom Wert der Koexistenz, hrsg. von Clemens Sedmak, 25–41. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.Google Scholar
  18. Werkner, Ines-Jacqueline. 2018. Gerechter Frieden. Das fortwährende Dilemma militärischer Gewalt. Bielefeld: transcript.Google Scholar
  19. Werkner, Ines-Jacqueline und Dirk Rademacher. 2013. Menschen geschützt – gerechten Frieden verloren? Eine Einleitung. In Menschen geschützt – gerechten Frieden verloren? Kontroversen um die internationale Schutzverantwortung in der christlichen Friedensethik, hrsg. von Ines-Jacqueline Werkner und Dirk Rademacher, 1–20. Münster: LIT.Google Scholar
  20. Wittig, Peter. 2008. Das Leiden der Anderen. Das Prinzip der Schutzverantwortung im Widerstreit internationaler Interessen. Internationale Politik (10): 96–99.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V.HeidelbergDeutschland

Personalised recommendations