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Public Affairs als Marketinginstrument der Wissenschaft

  • René MonoEmail author
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Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag erklärt entlang von neun Leitfragen, warum Public Affairs als Teil des Wissenschaftsmarketings für immer mehr wissenschaftliche Organisationen wichtiger wird, welche Aufgaben Public Affairs an den Kuppelstellen zwischen wissenschaftlichem und politischem System übernimmt, welche Instrumente hierfür zur Verfügung stehen, welche Qualitätskriterien an Public Affairs zu stellen sind, aber auch welche ethischen Aspekte zu berücksichtigen sind. Ausgangspunkt ist eine Klärung dessen, was unter Politik zu verstehen ist. Denn nur auf dieser Basis wird man das Wesen von Public Affairs als wichtiges Instrument des Marketings einer wissenschaftlichen Organisation im politischen Raum richtig erfassen. Der Beitrag macht sich die systemtheoretische Sicht auf Politik zu eigen und schlägt dann vor, das Wesen von Public Affairs als hochspezialisiertes Management der Kuppelstellen zwischen dem politischen System und den anderen gesellschaftlichen Teilsystemen aufzufassen. Public Affairs als Teil des Wissenschaftsmarketings ist dann am besten zu beschreiben, wenn man sich die Austauschbeziehungen zwischen dem politischen System und dem wissenschaftlichen System im Einzelnen veranschaulicht. Dies ist gewissermaßen der rote Faden dieses Beitrags.

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Authors and Affiliations

  1. 1.100 prozent erneuerbar stiftungBerlinDeutschland

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