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Theorieformulierung: Permissive Effekte und die Nicht-Entstehung von Normen

  • Elvira RosertEmail author
Chapter
Part of the Studien des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung book series (SLIHSFK)

Zusammenfassung

Dieses Kapitel ist das Herzstück des Buches, weil ich hierin den theoretischen Entwurf einer möglichen Erklärung des Rätsels vorlege. Dieser Entwurf folgt einem Anfangsverdacht, der sich aus einem empirischen und einem theoretischen Hinweis speist: In der Literatur finden sich Berichte darüber, wie das US-Militär versucht hat, Streubomben völlig konventionell erscheinen zu lassen und sie heimlich in das Militärarsenal einzuführen, während sich die öffentliche Kritik gegen die Nutzung von Napalm richtete (Krepon 1974: 600-604, Prokosch 1995: 99-100, McDonnell 2002: 41). Außerdem finden wir den theoretischen Verweis auf permissive Effekte von Normen. Diese bestehen, knapp zusammengefasst, darin, dass bestimmte Normen so viel öffentliche Aufmerksamkeit absorbieren, dass andere (potentielle) Normen in den Hintergrund geraten, und dass die Stigmatisierung einzelner Aktivitäten andere Aktivitäten im Umkehrschluss legitimiert (Tannenwald 1999: 460, Tannenwald 2007: 47).

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Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland

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