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Der Belang des Jugendschutzes in § 33i Abs. 2 Nr. 3 GewO im Vergleich zu den neuen Abstandsgeboten zugunsten Jugend- und Kindereinrichtungen in den Landesspielhallengesetzen bzw. den Landesglücksspielgesetzen

  • Hans-Ulrich StühlerEmail author
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Zusammenfassung

Es geht in diesem Beitrag um einen Vergleich der Bedeutung des Belangs des Jugendschutzes in einem Genehmigungsverfahren nach § 33i Abs. 2 Nr. 3 GewO vor gut dreißig Jahren in einem Gerichtsverfahren und die aktuellen Regelungen der Abstandsgebote zu Kinder- und Jugendeinrichtungen in den Spielhallengesetzen bzw. den Glücksspielgesetzen der Bundesländer sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung des BVerfG, des BVerwG, des VGH Baden-Württemberg, des OVG Rheinland-Pfalz und des OVG Berlin-Brandenburg. Hier zeigt sich ein deutlicher Paradigmenwechsel. Der Jugendschutz hat in den letzten 30 Jahren aus paternalistischen Erwägungen als Gemeinwohlbelang im Vergleich zu den früher stärker betonten Grundrechten der Spielhallenbetreiber und Spieler ein Übergewicht erhalten.

Schlüsselwörter

Jugendschutz Spielhallenerlaubnis Abstandsgebote Verhältnismäßigkeitsprinzip verfassungsrechtliche Anforderungen 

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.ReutlingenDeutschland

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