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Medienklatsch – (k)ein ernst zu nehmender Forschungsgegenstand

  • Eva-Maria LessingerEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Die Urteile über den Medienklatsch sind fast so schimmernd wie die Geschichten, die er kolportiert: Klatschjournalisten werden als „moralisch zwielichtige Truppe“, „sensationsgeile Meute“ oder „Büffet-Plünderer und champagnersaufende Partylöwen“ tituliert (vgl. Wechert, Elter, & Welker, 2015, S. 5, 6). Für ihre Arbeitsweise ist in Deutschland die „euphemistische Bezeichnung ‚People-Journalismus‘„ (Schuldt, 2009, S. 93) üblich und in kritischerer Diktion der Begriff „Schlüsselloch-Journalismus (keyhole-journalism)“ (Renger, 2000b, S. 95, 149), während sie in Großbritannien, wo „Klatschblätter Informanten bis zu sechsstellige Summen“ für besonders brisante Stories zahlen, als „Scheckbuchjournalismus“ (vgl. Schuldt, 2009, S. 93) etikettiert wird. Die Berichte von Klatschjournalisten werden als „Alltagsinformationen und -klatsch“, „Sentimentalstories aus dem Milieu von Prominenten“ und „Infotainment“ abgetan (vgl. Renger, 2000b, S. 139, 161; Wittwen, 1995). Die Klatschmedien selbst werden unter Kategorien wie „Regenbogenpresse“, „Sorayapresse“, „Revolver- und Asphaltpresse“ (Renger, 2000b, S. 138, 150) subsumiert.

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Authors and Affiliations

  1. 1.NürnbergDeutschland

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