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Keine Stärkung der Demokratie: Ergebnisse und Folgerungen

  • Göttrik WewerEmail author
  • Till Wewer
Chapter
Part of the Studien der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik book series (BAPP)

Zusammenfassung

Alles in allem ist Open Government kein geeigneter Ansatz, die viel beschworene „Krise der Demokratie“ zu überwinden. Das Aushandeln der nationalen Aktionspläne zwischen der gewählten Regierung und der sogenannten Zivilgesellschaft, die über keinerlei demokratische Legitimation verfügt, verstößt gegen elementare Grundsätze der repräsentativen Demokratie. Dass diese Aktivitäten die Art und Weise des Regierens und Verwaltens verändern, ist bisher nirgendwo zu beobachten. Was angesichts dieser Befunde mit einer Mitarbeit in dieser globalen Bewegung überhaupt erreicht werden soll, bleibt politisch zu klären. Die kritische Aufbereitung der Zahlen, Daten und Fakten zu den Wirkungen von Open Government, damit vernünftige Entscheidungen getroffen werden können, bleibt Aufgabe der Verwaltung. Die sogenannte Zivilgesellschaft muss sich dringend professionalisieren, wenn sie auf Augenhöhe mit einer gewählten Regierung verhandeln will. Da beim offeneren Regieren und Verwalten noch viele Fragen offen sind, bleibt auch für Wissenschaft und Forschung genug zu tun.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)HamburgDeutschland
  2. 2.Nordlicht Management ConsultantsHamburgDeutschland

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