Advertisement

Europäische Friedensordnungen und Sicherheitsarchitekturen

Zur Einführung
  • Ines-Jacqueline WerknerEmail author
Chapter
Part of the Gerechter Frieden book series (GEFR)

Zusammenfassung

Die „Charta von Paris für ein neues Europa“ besiegelte im November 1990 – getragen von dreißig Staaten Europas, den USA und Kanada – nach vier Jahrzehnten das Ende des Kalten Krieges. Das Ende der Blockkonfrontation zwischen Ost und West sollte Raum geben für Perspektiven auf eine gesamteuropäische Friedensordnung. Erstmals bestand die Chance eines Wandels von einer Sicherheit durch Abschreckung zu einem kooperativen Sicherheitssystem. Diese Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Die Zeit seit 1990 waren – so Reinhard Mutz (2011, S. 234) – nutzbare Jahre, die ungenutzt verstrichen sind. Mehr noch: Die gegenwärtige Lage scheint gefährlicher denn je. Nicht nur, dass Krieg in Europa wieder zu einem Mittel der Außenpolitik geworden ist, erfahren auch „das atomare Säbelrasseln und das Denken in Kategorien nuklearer Eskalationsdominanz“ eine Renaissance (Werkner et al. 2017, S. 9).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Andexinger, Manfred. 2014. Das Spannungsfeld Freiheit versus Sicherheit – eine historisch-philosophische Reflexion. In Dimensionen der Sicherheitskultur, hrsg. von Hans-Jürgen Lange, Michaela Wendekamm und Christian Endres, 111–125. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  2. Birckenbach, Hanne-Margret. 2012. Friedenslogik statt Sicherheitslogik. Gegenentwürfe aus der Zivilgesellschaft. Wissenschaft & Frieden (2): 42–47.Google Scholar
  3. Buzan, Barry, Ole Waever und Joap de Wilde. 1998. Security: A New Framework for Anlaysis. Boulder: Lynne Rienner Publishers.Google Scholar
  4. Czempiel, Ernst-Otto. 1998. Friedensstrategien. Eine systematische Darstellung außenpolitischer Theorien von Machiavelli bis Madariaga. 2. akt. u. überarb. Aufl. Opladen: Westdeutscher Verlag.CrossRefGoogle Scholar
  5. Czempiel, Ernst-Otto. 2004. Internationale Beziehungen: Begriff, Gegenstand und Forschungsabsicht. In Einführung in die Internationale Politik. Studienbuch, hrsg. von Manfred Knapp und Gert Krell, 2–28. 4. Aufl. München: Oldenbourg.Google Scholar
  6. Daase, Christopher. 2010. Der erweiterte Sicherheitsbegriff. http://www.sicherheitskultur.org/WorkingPapers/01-Daase.pdf. Zugegriffen: 1. Oktober 2017.
  7. Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). 2007. Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen. Eine Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. 2. Aufl. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.Google Scholar
  8. Galtung, Johan. 1975. Strukturelle Gewalt. Beiträge zur Friedens- und Konfliktforschung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.Google Scholar
  9. Geis, Anna. 2011. Der „demokratische Frieden“ als politisches Rechtfertigungsnarrativ. http://www.his-online.de/forschung/demokratischer-frieden/. Zugegriffen: 1. Oktober 2017.
  10. Gießmann, Hans J. 2011. Frieden und Sicherheit. In Handbuch Frieden, hrsg. von Hans J. Gießmann und Bernhard Rinke, 541–556. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  11. Hasenclever, Andreas. 2010. Liberale Ansätze zum „demokratischen Frieden“. In Theorien der Internationalen Beziehungen, hrsg. von Siegfried Schieder und Manuela Spindler, 223–254. 3. Aufl. Opladen: Barbara Budrich.Google Scholar
  12. Jaberg, Sabine. 2017. Frieden und Sicherheit. In Handbuch Friedensethik, hrsg. von Ines-Jacqueline Werkner und Klaus Ebeling, 43–53. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  13. Kahl, Martin und Bernhard Rinke. 2011. Frieden in den Theorien der Internationalen Beziehungen. In Handbuch Frieden, hrsg. von Hans J. Gießmann und Bernhard Rinke, 70–85. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  14. Kant, Immanuel. 1977 [1795]. Zum ewigen Frieden. In Gesammelte Schriften, Bd. VIII, hrsg. von der Kӧniglich Preußischen Akademie der Wissenschaften, 341–386. Akademie-Ausgabe. Berlin: Walter de Gruyter.Google Scholar
  15. Keohane, Robert O. 1989. International Institutions and State Power. Essays in International Relations Theory. Boulder: Westview Press.Google Scholar
  16. Moravcsik, Andrew. 1997. Taking Preferences Seriously: A Liberal Theory of International Politics. International Organization 51 (4): 513–553.CrossRefGoogle Scholar
  17. Morgenthau, Hans G. 2005 [1948]. Politics among Nations. The Struggle for Power and Peace. 7. Aufl. New York: McGraw-Hill.Google Scholar
  18. Müller, Harald. 2003. Begriff, Theorien und Praxis des Friedens. In Die neuen Internationalen Beziehungen: Forschungsstand und Perspektiven in Deutschland, hrsg. von Gunther Hellmann, Klaus Dieter Wolf und Michael Zürn, 209–250. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  19. Müller, Harald. 2008. Der „demokratische Frieden“ und seine außenpolitischen Konsequenzen. http://www.bpb.de/apuz/30908/der-demokratische-frieden-und-seine-aussenpolitischen-konsequenzen. Zugegriffen: 1. Oktober 2017.
  20. Mutz, Reinhard. 2011. Europäische Friedensordnung. In Handbuch Frieden, hrsg. von Hans J. Gießmann und Bernhard Rinke, 225–235. Wiesbaden: VS Verlag fur Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  21. Waltz, Kenneth N. 1979. Theory of International Politics. New York: Random House.Google Scholar
  22. Werkner, Ines-Jacqueline (Redaktion), Matthias Dembinski, Heinz Gärtner, Sarah Jäger, Hans Misselwitz, Rüdiger Noll und Konrad Raiser. 2017. Berliner Memorandum. „Sicherheit neu denken – Wege des Friedens in Europa“. epd-Dokumentation Nr. 40 vom 4. Oktober 2017.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.HeidelbergDeutschland

Personalised recommendations