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Feld III: Akteur/soziale Logik

  • Simon Weingärtner
Chapter
Part of the Wirtschaft + Gesellschaft book series (WUG)

Zusammenfassung

In Theoriefeld III lassen sich arbeitsmarkttheoretische Ansätze verorten, die im Sinne der individualistischen Handlungstheorie vom Akteur ausgehen und den Einfluss außerökonomischer Faktoren auf wirtschaftliche Handlungs- und Entscheidungssituationen hervorheben. Ökonomisches Handeln wird hier als genuin soziales Handeln begriffen, das in unterschiedlichem Maße durch ökonomische und außerökonomische Ziele motiviert sein kann und sich insofern nicht auf eine Präferenz für den geldwerten Vorteil und individuelle Nutzenmaximierung reduzieren lässt. Als Beispiel aus dieser „Theoriefamilie“ dient erstens die neoinstitutionalistische Studie von Hinze, welche die Bedeutung von Vor- oder Leitbildern, kulturellen Mustern oder gesellschaftlich dominanten Narrativen für die betriebliche Beschäftigungspolitik hervorhebt. Zum besseren Verständnis werden Hinzes Ansatz ein paar grundlegende Anmerkungen zur akteurstheoretischen Variante des soziologischen Neoinstitutionalismus vorangestellt. Der zweite diskutierte Beitrag ist der tauschtheoretische Ansatz von Brose, Goedicke und Diewald, der sich auf einen Rational-Choice-theoretischen Modellrahmen stützt und Beschäftigungsverhältnisse als doppelte Tauschbeziehung konzeptualisiert, die Beschäftigte einerseits mit dem Betrieb und andererseits mit ihrem sozialen Umfeld (Haushalt) eingehen.

Schlüsselwörter

Soziologischer Neoinstitutionalismus Soziale Leitbilder Diskurse Legitimität Doppelte Kontingenz Organisationales Feld Isomorphie Konventionen Sozialer Tausch Haushalt Organisation Reziprozität 

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Inst für Personal und ArbeitHelmut Schmidt UniversitätHamburgDeutschland

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