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Zur Entwicklung der Österreichischen Frauenzeitschriften nach dem Ersten Weltkrieg

  • Larissa KrainerEmail author
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Zusammenfassung

Österreichische Frauenzeitschriften entwickeln sich nach dem Ersten Weltkrieg in Bezug auf Herausgeberschaft, Zielgruppen, inhaltliche Themenbreite und strukturelle Merkmale (Auflagenzahlen, Umfang, Preisgestaltung) zu einem vielfältigen Marktsegment. Während der Ersten Republik, im Austrofaschismus und Nationalsozialismus werden sie vielfach als Instrumente der politischen Agitation genutzt, in ihnen werden vielfältige Themen, die Frauen betreffen und interessieren (Politik, Kunst und Kultur, Bildung und Wissenschaft, Privatleben, Erwerbstätigkeit, Haushalt und Familie, Körperkultur, Mode und Kosmetik) aufgegriffen. Die Fülle der Zeitschriften macht deutlich, dass Frauen – offenbar im Unterschied zu Männern, wo dies in keinem vergleichenden Ausmaß passierte und passiert – als spezifische Klientel mittels Zeitschriften adressiert werden können. Sie zeigt aber auch, dass über weite Epochen hinweg Frauenzeitschriften als Orientierungsangebote für Frauen aufgelegt wurden, was sich nicht zuletzt in einem stark ausgeprägten Ratgebercharakter vieler Produkte äußert. Während politische und konfessionelle Frauenzeitschriften in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts großteils ihr Erscheinen einstellten, entstand zeitgleich eine Vielfalt feministischer und autonomer Zeitschriften, die teilweise bis heute am Markt erhalten sind.

Schlagwörter

Frauenzeitschriften Frauenmediengeschichte 

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Medien- und KommunikationswissenschaftUniversität KlagenfurtKlagenfurtÖsterreich

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