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Anforderungen an Personalcontrolling: (Weiter-)Entwicklungen im Personalcontrolling in den letzten 25 Jahren

  • Silke Wickel-Kirsch
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Zusammenfassung

Personalcontrolling ist in vielen Unternehmen eine nach wie vor unterrepräsentierte Disziplin. Immer noch unterschätzen Unternehmen den Beitrag zur Wertschöpfung, der durch eine sinnvolle Steuerung möglich wäre und verschließen sich dieser Möglichkeit teils aus der Überlegung, dass Personalcontrolling Geld kostet, teils aus Unkenntnis und teils, weil „ja alles gut läuft“. Dass dadurch langfristiger Schaden für das Unternehmen entstehen kann, vor allem wenn eine Teildisziplin des Personalcontrollings, die strategische Personalplanung ebenfalls vernachlässigt wird, wird oftmals nicht wahrgenommen oder aber erst dann bemerkt, wenn es zu spät ist. Dieser Beitrag zeigt die älteren und neueren Entwicklungen des Personalcontrollings (über rund 25 Jahre auf) und geht auch auf Entwicklungslinien der Personalplanung für einen längeren Zeitraum ein. Inwieweit hat sich eine Weitentwicklung des Themengebiets bei den Unternehmen ergeben, und was sind die wesentlichen Erkenntnisse oder Fortschritte der letzten 25 Jahre auf Basis zweier Studien aus dem Jahr 2015, deren Ergebnisse 2016 veröffentlicht wurden zu Personalcontrolling und der ersten Studie zum Personalcontrolling von vor rund 25 Jahren, konkret aus dem Jahr 1993? Außerdem stellt sich die Frage, ob Personalcontrolling den aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung oder der Personalarbeit 4.0 gerecht werden kann, da hier vor allem im Bereich Social Media viel Geld von Unternehmen ausgegeben wird, und die Frage der Zielgerichtetheit relevant ist. Zum anderen kommen neue Herausforderungen durch die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und durch Digitalisierung auf die Unternehmen zu. Welche Hilfestellung kann hier Personalcontrolling bieten? Im ersten Kapitel werden die Entwicklungen mit den wichtigsten Erkenntnissen bzw. Themengebieten von Personalcontrolling (und dem Unterthema „Personalplanung“) im Überblick über die letzten 25 Jahre mit den wichtigsten Veränderungen dargestellt. Im zweiten Kapitel wird eine Übersicht über die Entwicklung des wichtigsten „Instruments“ des Personalcontrollings gegeben: Kennzahlen und Kennzahlensysteme. Auch hier wird die potentielle Verschiebung über ein viertel Jahrhundert thematisiert. Im dritten Kapitel werden neuere Entwicklungen der Personalarbeit beleuchtet und auch die Frage, ob und wie Personalcontrolling diese Themen heute schon aufgreift oder ob hier Nachholbedarf besteht. Im vierten Kapitel schließlich wird ein kurzes Fazit gezogen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.WiesbadenDeutschland

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