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Eine räumliche Analyse: Der (Nicht-)Nutzen theaterpädagogischer Maßnahmen im Übergang zwischen Schule und Erwerbsarbeit

  • Anne van RießenEmail author
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Zusammenfassung

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Nutzen bzw. Nicht-Nutzen theaterpädagogischer Angebote im Kontext der Jugendberufshilfe. Folglich sind insbesondere die Bewertungen der Teilnehmenden von besonderer Bedeutung und damit einhergehend die Frage, welchen Nutzen oder eben auch Nicht-Nutzen die jungen Erwachsenen selbst beschreiben, die an theaterpädagogischen Maßnahmen im Übergang zwischen Schule und Erwerbsarbeit teilnehmen (müssen). Und damit wird auch die Frage relevant, ob und inwieweit sich die Teilnahme an der theaterpädagogischen Maßnahme als brauchbar für ihre gegenwärtige Lebenssituation und ihre subjektiven Zielstellungen im Hinblick auf ein selbstbestimmtes Leben erweist. Diese Fragen werden im Weiteren ausgehend von der sozialpädagogischen Nutzer*innenforschung „räumlich“ in den Blick genommen (vgl. zur Option der „sozialräumlichen“ Nutzer*innenforschung auch Scholten, van Rießen & Jepkens in diesem Band): Denn die hier im Fokus stehenden empirischen Analysen machen deutlich, dass die jungen Erwachsenen die differenten Angebote innerhalb der theaterpädagogischen Maßnahme mit spezifischen Räumen – Computerraum, Büro und Bühne – verorten und davon ausgehend den einzelnen Bestandteilen der Maßnahmen selektiv einen Nutzen oder eben auch keinen Nutzen attestieren.

Schlüsselwörter

Theaterpädagogik Übergang Schule Beruf Nutzerforschung Nutzen Nutzung nutzenstrukturierende Bedingungen Jugendberufshilfe Räume der Maßnahme sozialräumliche Nutzer*innenforschung 

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschule DüsseldorfDüsseldorfDeutschland

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