Advertisement

Kann Erziehungswissenschaft zur Begründung pädagogischer Zielsetzungen beitragen?

Über die Notwendigkeit, bei pädagogischen Entscheidungsfragen hermeneutische, empirische und ideologiekritische Untersuchungen mit diskursethischen Erörterungen zu verbinden
  • Wolfgang KlafkiEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Das Problem der pädagogischen Ziele ist eines der konstitutiven Elemente jenes Begründungs- und Forschungszusammenhanges, den Wilhelm Flitner mit dem Begriff „pädagogischer Grundgedankengang“ bezeichnet hat. Im Sinne des übergreifenden Prinzips der Geschichtlichkeit, das für die Auffassung der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik von der Praxis und der Theorie der Erziehung konstitutiv war und m. E. eine bleibende Erkenntnis darstellt, ist es notwendig, diesen Grundgedankengang und seine zentralen Bestandteile immer wieder neu zu reflektieren, zu ergänzen, zu verändern, weiterzuentwickeln. Nur so kann der Gehalt der bisherigen Entwicklungsgeschichte pädagogischer Praxis, pädagogischer Forschung und Theoriebildung produktiv bewahrt und zugleich mit neuen pädagogischen Erfahrungen, Konstellationen, Fragestellungen und den inzwischen gewonnenen Resultaten der Erziehungswissenschaft und ihrer Nachbardisziplinen vermittelt werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Albert, H.: Traktat über Kritische Vernunft. Tübingen 1968.Google Scholar
  2. – Plädoyer für Kritischen Rationalismus. München 1971.Google Scholar
  3. – Konstruktion und Kritik. Hamburg 1972.Google Scholar
  4. Apel, K.-O.: Kann der postkantische Standpunkt der Moralität noch einmal in substantielle Sittlichkeit „aufgehoben“ werden? Das geschichtsbezogene Anwendungsproblem der Diskursethik zwischen Utopie und Regression. In: W. Kuhlmann: Moralität und Sittlichkeit. Frankfurt/M. 1986, S. 217–264.Google Scholar
  5. Brezinka, W.: Erziehungsziele, Erziehungsmittel, Erziehungserfolg. München 1976.Google Scholar
  6. – Metatheorie der Erziehung. München/Basel 1978.Google Scholar
  7. Habermas, J.: Wahrheitstheorien. In: Wirklichkeit und Reflexion. Hrsg. von H. Fahrenbach Pfullingen 1973. S. 211–265.Google Scholar
  8. – Zwei Bemerkungen zum praktischen Diskurs. In: Ders.: Zur Rekonstruktion des historischen Materialismus. Frankfurt/M. 1976, S. 338–346.Google Scholar
  9. – Diskursethik – Notizen zu einem Begründungsprogramm. In: Ders.: Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln. Frankfurt/M. 1983, S 53–125.Google Scholar
  10. – Moralität und Sittlichkeit. Treffen Hegels Einwande gegen Kant auch auf die Diskursethik zu? In: W. Kuhlmann: Moralität und Sittlichkeit. Frankfurt/M. 1986, S. 16–37.Google Scholar
  11. Heckmann, G.: Das sokratische Gespräch. Hannover 1981.Google Scholar
  12. Herrmann, U.: „Mut zur Erziehung“. Anmerkungen zu einer proklamierten Tendenzwende in der Erziehungs- und Bildungspolitik. Zeitschrift für Pädagogik 24 (1978) S. 221–234.Google Scholar
  13. Klafki, W.: „Mut zur Erziehung“ – Kritik einer konservativen Erziehungskonzeption. In: Wissenschaftsforum 1980, Nr. 43/44, S. 41–48.Google Scholar
  14. Mollenhauer, K.: Theorien zum Erziehungsprozeß. München 1972.Google Scholar
  15. Mut zur Erziehung. Beiträge zu einem Forum am 9./10. Januar 1978 im WissenschaftszentrumGoogle Scholar
  16. Bonn-Bad Godesberg. Hrsg. von W. Hahn u. a. Stuttgart 1978.Google Scholar
  17. Popper, K.-R.: Logik der Forschung. 10. Aufl. Tübingen 1973.Google Scholar
  18. – Objektive Erkenntnis. 2. Aufl. Hamburg 1974.Google Scholar
  19. Tübinger Erklärung zu den Thesen des Bonner Forums „Mut zur Erziehung“. Zeitschrift für Pädagogik 24 (1978) S. 235–240.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.MarburgDeutschland

Personalised recommendations