Advertisement

Journalismus als „Kontingenzmaschine“

Skizze einer handlungstheoretischen Komplexitätsdiagnostik der Öffentlichkeit
  • Malte Georg Schmidt
Chapter

Zusammenfassung

Der Beitrag untersucht die Rolle des Journalismus beim Aufbau gesellschaftlicher Komplexität. Bislang legen komplexitätstheoretische Ansätze, namentlich die Systemtheorie, einen Fokus auf journalistische Selektivität und Reduktion. Diesen wird eine Perspektive gegenübergestellt, aus der journalistische Kommunikation als Determinante interindividueller Komplexitätskonstruktion erscheint. Da Wissen aus der Teilnahme an Öffentlichkeit resultiert, konstituiert sich hier der komplexe Zusammenhang Gesellschaft. Seine kommunikative Bearbeitung lässt sich anhand öffentlicher Themenzyklen analysieren.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Adolf, M. 2017. „Komplexität als Herausforderung der Kommunikationswissenschaft: Von Landkarten, Strategien und Fallen.“ Medien & Kommunikationswissenschaft 65 (3): 500–516.CrossRefGoogle Scholar
  2. Blöbaum, B. 2016. „Journalismus als Funktionssystem der Gesellschaft.“ In Handbuch Journalismustheorien, hrsg. M. Löffelholz, und L. Rothenberger, 151–163. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  3. Esser, H. 2005. „Was die erklärende Soziologie von Niklas Luhmann hat lernen können.“ In Funktionssysteme der Gesellschaft: Beiträge zur Systemtheorie von Niklas Luhmann, hrsg. G. Runkel, und G. Burkart, 239–263. Wiesbaden: VS.CrossRefGoogle Scholar
  4. Gerhards, J., und F. Neidhardt. 1990. Strukturen und Funktionen moderner Öffentlichkeit: Fragestellungen und Ansätze. Discussion Paper, FS III 90–101. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.Google Scholar
  5. Kohring, M. 2016. „Journalismus als Leistungssystem der Öffentlichkeit.“ In Handbuch Journalismustheorien, hrsg. M. Löffelholz, und L. Rothenberger, 165–176. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  6. Kroneberg, C. 2011. Die Erklärung sozialen Handelns: Grundlagen und Anwendung einer integrativen Theorie. Wiesbaden: VS.CrossRefGoogle Scholar
  7. Luhmann, N. 2005. Soziologische Aufklärung 2: Aufsätze zur Theorie der Gesellschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien.Google Scholar
  8. Luhmann, N. 2015. Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  9. Meitz, T. G. K., und G. Zurstiege. 2015. „Gehirn und Gesellschaft: Siegfried J. Schmidts Kognitive Autonomie und soziale Orientierung.“ In Schlüsselwerke des Konstruktivismus, hrsg. B. Pörksen, 351–365. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  10. Michael, H. 2017. „Ein mediengattungstheoretischer Modellentwurf zur Beobachtung der Entgrenzung journalistischer Formate am Beispiel von ‚fake news shows‘“. Medien & Kommunikationswissenschaft 65 (2): 385–405.CrossRefGoogle Scholar
  11. Neuberger, C. 2008. „Die Allgegenwart des Widerspruchs. Paradoxien der Kommunikation, Rezeption und Vermittlung im Medienwandel.“ In Paradoxien des Journalismus: Theorie – Empirie – Praxis, hrsg. B. Pörksen, W. Loosen, und A. Scholl, 37–61. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  12. Pörksen, B., und A. Scholl. 2011. „Entgrenzung des Journalismus. Analysen eines Mikro-Meso-Makro-Problems aus der Perspektive der konstruktivistischen Systemtheorie.“ In Ebenen der Kommunikation: Mikro-Meso-Makro-Links in der Kommunikationswissenschaft, hrsg. T. Quandt, und B. Scheufele, 25–53. Wiesbaden: VS.CrossRefGoogle Scholar
  13. Pöttker, H. 1997. Entfremdung und Illusion: Soziales Handeln in der Moderne. Tübingen: Mohr Siebeck.Google Scholar
  14. Pöttker, H. 2000. „Kompensation von Komplexität: Joumalismustheorie als Begründung journalistischer Qualitätsmaßstäbe.“ In Theorien des Journalismus: Ein diskursives Handbuch, hrsg. M. Löffelholz, 375–390. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.CrossRefGoogle Scholar
  15. Schmidt, J. 2003. Geschichten & Diskurse: Abschied vom Konstruktivismus. Reinbek: Rowohlt.Google Scholar
  16. Schmidt, S. J. 2006. „‚Zwischen Fundamentalismus und Beliebigkeit‘: Gesprächsnotizen.“ In Outcast of the Universe: Commonstealth, Omniabsence & Parallel Living, hrsg. T. Feuerstein, und K. Thoman, 221–226. Wien: Schlebrügge.Google Scholar
  17. Schmidt, S. J. 2017. „Konstruktivistische Argumentationen als Reflexionsangebote für die Medien- und Kommunikationswissenschaften.“ Medien & Kommunikationswissenschaft 65 (2): 207–218.CrossRefGoogle Scholar
  18. Spencer-Brown, G. 1997. Laws of Form: Gesetze der Form. Lübeck: Bohmeier.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.MünsterDeutschland

Personalised recommendations